Zufallsbekanntschaft ?

Zwei sehr gewöhnliche Sträucher stehen zusammen und bilden ein überraschend attraktives Winterbild-Duett.


Wann haben Sie zuletzt bei der Pflanzenverwendung an Thunbergs Berberitze und Gewöhnliche Schneebeere gedacht ? Gut, die Schneebeere hatte zwischenzeitlich als ihre Momente des Ruhmes als Knallerbsenstrauch auf dem vogtländischem Komposthaufen von Herrn Trommer. Sie erinnern sich ? Der Fall wurde 1999 auf SAT 1 von Richterin Barbara Salesch verhandelt, Klägerin: Frau Zindler => Maschendrahtzaun => TV Total => Stefan Raab & Truck Stop = Nummer 1.Hit).



Symphoricarpos albus var. laevigatis ist ein nordamerikanischer Strauch. Er eignet sich gut für Böschungsbegrünungen, als Hecke, für Ab- und Unterpflanzungen sowie als Verkehrsbegleitgrün: Hart im Nehmen, konkurrenzstark auch unter Bäumen und absolut schnittfest auch bei bodennahem Rückschnitt.



Berberis thunbergii stammt aus Asien und bringt ähnlich robuste Eigenschaften mit wie die Schneebeere. Was beide Gehölze eint, ist der attraktiver Fruchtbehang: Weiß bei der Schneebeere, Rot bei der Berberitze.

Sind beide Gehölze benachbart, ergibt sich ein überraschend attraktives Winterbild, das in diesem Jahr noch Anfang 2019 wirksam war.



Und es wohl immer noch wäre - hätten nicht die fleissigen Gemeindegärtner der Winterzierde der Schneebeeren ein abruptes Ende bereitet:



Veröffentlicht in Pflanzenverwendung am 10.01.2019 12:11 Uhr.

Frohe Weihnachten !

Unsere Weihnachtskarte 2018 zeigt die Fruchtschoten der Mondviole, auch bekannt als Silberblatt


Die Mondviole (Lunaria rediviva) ist eine heimische Wildstaude. Den Namen trägt die Staude aus zweierlei Gründen: So ist sie eine Nachtblüherin und außerdem eine Nachtdufterin

Die pergamentartigen Fruchtschoten sind im herbstlichen und winterlichen Garten besonders im Gegenlicht ein echter Schatz.

Die Staude lässt sich am besten im Lebensbereich Gehölz oder im schattigen Gehölzrand auf eher frischem Boden verwenden. Sie lässt sich gut vergesellschaften mit Luzula nivea (Schnee-Marben), Luzula sylvatica (Wald-Marbel) oder Athyrium filix-femina (Wald-Frauenfarn).

Im Botanischen Garten Hamburg wachsen Gruppen von Mondviolen unter Rot-Buchen.


Frohe Weihnachten !


 

Veröffentlicht in Pflanzenverwendung am 21.12.2018 10:01 Uhr.

Vorweihnachtliche City

Wer durch Hamburgs weihnachtlich geschmückte Innenstadt bummelt, kommt vielleicht an kleinen Kiefern von Bradfisch vorbei ...


In den Hohen Bleichen sind die Pflanzkübel jetzt winterlich mit kleinen Krummholz-Kiefern (Pinus mugo mughus) dekoriert. Die Pflanzen kommen von uns, gepflanzt wurde wieder von der Firma Zum Felde.


Veröffentlicht in Referenzen am 17.12.2018 7:36 Uhr.

Chinesenbärte

Bäume mit 'Chinesenbärten' - was bitteschön soll das denn sein ?



Bei der Suche nach winterlichen Gehölzstrukturen und Borken lief uns der Begriff  'Chinesenbärte' über den Weg. Was mag das sein ?

Diese 'Chinesenbärte' werden auch als Winkelnarben bezeichnet. Zu finden sind sie an Stämmen mit eher glatter Stammoberfläche oder fehlender Borke wie sie beispielsweise bei Birken, Buchen, Erlen oder Ulmen vorkommen.

Für die Entstehung der Winkelnarben zuständig ist das für das sekundäre Dickenwachstum zuständige Kambium. Dieses Gewebe produziert in der Wachstumszeit neue Zellen sowohl nach innen wie nach außen. Im Bereich einer Ansatzstelle der Seitenbezweigung des Stammes wird die Rinde im Winkel zwischen Stamm und Ast zusammengeschoben - es entsteht eine Krümmungslinie auf der Stammoberfläche, die Winkelnarbe oder eben der Chinesenbart. Je länger die Narbe/je älter der Astansatz und damit größer das Dickenwachstum ist, umso flacher wird die Narbe.


Chinesenbärte bei einer Rot-Buche



Chinesenbart bei einer Sand-Birke


Vielen Dank an den Freundeskreis des Botanischen Gartens Kiel, die auf ihrer Webseite www.butterbaum.uni-kiel.de diese und viele weitere Infos aus der Welt der Gehölze veröffentlicht haben !

Veröffentlicht in Botanik am 27.11.2018 9:26 Uhr.

Mein Lieblingsgehölz ist ...

Der persönliche Favorit unter den Gehölzen ? Gar nicht so spontan zu beantworten angesichts des riesigen Sortiments. Wir fragen in einer unregelmäßigen Serie:  Welches ist Ihr Lieblingsgehölz ?



Horst Bradfisch
ist der Gründer der Baumschule. Sein Lieblingsgehölz ?

"Mein Lieblingsgehölz ist Rosa rugosa (Kartoffel-Rose). Dieses Gehölz vereint eine lange Blütezeit, herrlichen Duft und leuchtende Hagebutten in einem vollkommen robusten, unkompliziertem Wesen. Rosa rugosa wächst und funktioniert  fast überall. Obwohl nicht heimisch, passt sie mit ihrem naturhaften Charme vor allem in Natur- und Küstengärten und weckt Urlaubserinnerungen an der Nordsee.


Veröffentlicht in Lieblingsgehölz am 18.11.2018 12:21 Uhr.

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Inh.: Bettina Stoldt, Dipl.-Ing. agr. (FH)

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