Kirschen und Äpfel: Die Baumschule blüht

Mit den Zier-Äpfeln ist es ein wenig wie mit dem gerade zu beobachtenden Corona-Öffnedichwieder-Frühling: Geht gerade ein bisschen zu schnell. Kirschen wie Prunus padus und Zier-Kirschen wie Prunus sargentii oder Prunus serrulata ‘Amanogawa‘ blühen noch, da können es die Zier-Äpfel nicht mehr abwarten.

Malus Royalty: Rosa blühende Sorten tragen zwar 
nicht ganz so attraktive und langhaftende 
Zier-Äpfel, aber diese Blüte ...


Mit dem Beginn von Apfel- und Zier-Apfelblüte wird in Norddeutschland in der Zeit zwischen Ende April und Anfang Mai gerechnet. Als klassische Zier-Apfelblüte-Zeit nennt die Fachliteratur Anfang Mai bis Anfang Juni.

 

Der SWR ruft auch für 2020 dazu auf, die ersten Apfelblüten zu melden: 


So startete die Blüte in diesem Jahr um Hamburg herum schon um den 13.04.; mit Stand 23.04. blühen erste Äpfel in Kiel und bis etwa 15 km vor Flensburg.

 

Über einen Klick auf diesen Link zum SWR können Sie die Meldungen und Übersichtskarten nachlesen.


Und während noch zahlreiche Kirschen blühen, stehen auch die Zier-Äpfel bei uns in der Baumschule teils schon in Vollblüte.



Prunus avium 'Plena': Die gefüllte Vogel-

Kirsche blüht noch - und damit etwas später/ 

länger als die Art Prunus avium




Prunus padus, die Trauben-Kirsche, ist mit 

leicht erreichbarem Nektar ein ganz 

hervorragendes Insektennährgehölz - und 

durch den intensiven Duft auch leicht zu finden




Blattaustrieb im Wettlauf mit der Blüte bei 

der Säulen-Kirsche Prunus serrulata

'Amanogawa' - bei uns als Hochstamm im 

Container erhältlich




Prunus sargentii zählt zu den letzten blühenden 

Zier-Kirschen im Frühjahr




Malus 'Evereste' ist im teilknospigen Zustand unübersehbar rosa überhaucht - bei Vollblüte 

(Bild rechts unten) blüht dieser Zier-Apfel 

reinweiß




teilweise noch knospige Blüte von 

Malus 'Evereste'



 

... nochmal die herrliche Blüte von 

Malus 'Royalty' - diese Sorte, die wir als 

Containerbaum in unterschiedlichen Größen 

anbieten können, hat eine zunächst glänzend 

dunkelrot-braune, später dunkelgrünrote 

Blattfärbung



Anders als bei den Zier-Äpfeln sind wir uns bei den Corona-Öffnungs-Lockerungsüberbietungen und deren Unbedarftheit nicht so sicher, dass diese wie die Zier-Äpfel im Herbst schöne Früchte tragen werden...


Bleiben Sie gesund und denken Sie an Schutz und gegenseitige Rücksichtnahme gegenüber ihren Mitmenschen - denn der Erfolg von Maßnahmen solle doch wohl nicht als Argument benutzt werden, deren Notwendigkeit zu bestreiten !





Veröffentlicht in Baumschule am 24.04.2020 11:35 Uhr.

Schutz für sich und andere: Die Chefin näht selbst

Aktionismus ? Wer kann ernsthaft behaupten, dass eine gut sitzende und rundherum abschliessende Behelfsmaske aus dichtem (Baumwoll-)Stoff nicht besser vor Viren schützt als KEIN Mund-Nase-Schutz ? Auch wenn's selbstgenäht ist.


Im Betrieb setzen wir auf größtmöglichen Abstand: Pausen verbringen die Mitarbeiter getrennt voneinander, die Angebotsbearbeitung erfolgt teils im Homeoffice; Kundenkontakte finden allenfalls draußen statt.

Um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Team Hofversand und unsere Fahrer bei unvermeindlichen Kundenkontakten zusätzlich zu schützen und um 'Abstand bitte' zu signalisieren, näht die Chefin jetzt Stoffmasken in Heimarbeit.




Dabei lohnt es sich, vom Schutzmaskenmutterland China zu lernen: Die Anleitung 'Maske aus 1 Stück Stoff' vom HappyDanDongTV ist dabei sehr brauchbar.


Kein umständlicher Zuschnitt, keine fummeligen Nähte oder Drähte. Sitzt gut und abgeschlossen am Gesicht und ohne sackigen Halsabschluss.


Gepunktet 


 ... oder dunkelblau für den Herren

Bitte bleiben Sie gesund !


Nachtrag vom 31.03.2020

"Selbst genähter Mundschutz 'überflüssig' "

so ist ein Artikel in der heutigen Ausgabe des Hamburger Abendblattes überschrieben. Darin wird Dr. Pedram Emami, Präsident der Hamburger Ärztekammer, mit den Worten zitiert "Ich weiß nicht, warum das notwendig sein sollte. Vuel wichtiger ist es, sich stringent an die Abstandsregel zu halten."

Und weiter: "Selbst genähte Mundschutze der Marke Eigenbau schützen nicht vor Ansteckung, sie können nur dabei helfen, andere Menschen nicht anzustecken, wenn man selbst erkrankt ist".

Moment: Sollte die letzte Aussage nicht als eine wesentliche Präventionsmaßnahme das Tragen auch selbst genähter Mundschutze rechtfertigen ? 

Und einfach einmal weiter gedacht: Wenn Mundschutz von allen getragen würde, dann könnte dieser Übertragungsweg  jeweils im eigenen (selbstgenähten) Mundschutz enden !

Selbst genähter Mundschutz ist möglicherweise doch nicht so überflüssig, wenn er von möglichst vielen getragen wird.

Bei diesem Thema spielen hierzulande womöglich kulturelle Aspekte eine wesentliche Rolle.


Nachtrag vom 03.04.2020

Das Robert-Koch-Institut teilt zum Thema MNS (Mund-Nasen-Schutz) am 01.04.2020 auf ihrer Webseite rki.de mit:

Durch einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder bei der gegenwärtigen Knappheit eine textile Barriere im Sinne eines MNS (sogenannte community mask oder Behelfsmaske) können Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz)


Hingegen gibt es keine hinreichenden Belege dafür, dass ein MNS oder eine Behelfsmaske einen selbst vor einer Ansteckung durch andere schützt (Eigenschutz).  Es ist zu vermuten, dass auch Behelfsmasken das Risiko verringern können, andere anzustecken, weil sie die Geschwindigkeit der Tröpfchen, die durch Husten, Niesen oder Sprechen entstehen, reduzieren können. Eine solche Schutzwirkung ist bisher nicht wissenschaftlich belegt. (...)


Für die optimale Wirksamkeit ist es wichtig, dass ein MNS oder die Behelfsmaske korrekt sitzt (d.h. eng anliegend getragen wird), bei Durchfeuchtung gewechselt wird, und dass während des Tragens keine (auch keine unbewussten) Manipulationen daran vorgenommen werden. 

Auf keinen Fall sollte das Tragen eines MNS oder einer Behelfsmaske dazu führen, dass Abstandsregeln nicht mehr eingehalten oder Husten- und Niesregeln bzw. die Händehygiene nicht mehr umgesetzt werden.


Veröffentlicht in Baumschule am 30.03.2020 20:29 Uhr.

Trotz allem: Pflanzzeit

Bäume, die im kommenden Jahr verkauft werden können, müssen in diesem Frühjahr gepflanzt werden

Jungbäume im Kühlhaus

Tausende Jungbäume sind in den vergangenen Wochen bei uns eingetroffen. Diese Masse zu pflanzen - das ist die vordringliche Aufgabe unserer Teams in der Produktion. Und dabei im Wettlauf gegen die Isolationsmaßnahmen im Zuge der Virus-Krise möglichst lange mitzuhalten.

Baumschulen zählen ganz bestimmt nicht zu den systemrelevanten Wirtschaftszweigen - aber der Betrieb ist für unsere rund 30 Mitarbeiter sehr wohl 'systemrelevant' für die Bestreitung ihres Lebensunterhaltes.

Umso stolzer und zuversichtlicher macht mich Bereitschaft des Teams, für die Aufpflanzung der Freilandbäume und das Topfen der Containerbäume Wochenendarbeit und Überstunden in Kauf zu nehmen.
Denn es sind genau diese Bäume, die wir im kommenden Jahr verkaufen können.



Frisch gepflanzte Containerbäume im Quartier

Auch der Versand läuft derzeit noch auf Hochtouren. Vereinzelt wurden Anlieferungen storniert, weil sich Mitarbeiter von Garten- und Landschaftsbaubetrieben in Quarantäne befinden - und Homeoffice im Gala-Bau keine echte Alternative ist...



Hochstämme auf dem Hof - bereit für den Versand



Ich wünsche unseren Mitarbeitern, Familien und Kunden, dass wir die schwierige Zeit gemeinsam meistern.

Bitte bleiben Sie gesund !

Ihre und Eure Bettina Stoldt






Veröffentlicht in Baumschule am 18.03.2020 15:07 Uhr.

Dauerregen macht Baumschulen zu schaffen

Das Schleswig-Holstein-Magazin des NDR berichtet am 08.03.2020 über die Schwierigkeiten der Baumschulen mit der nassen Witterung


So ein nasses Frühjahr hat Frank Ostermann (Ostermann Baumschulen, Ellerbek) in den vergangenen 30 Jahren noch nicht erlebt. So berichtet er es dem Schleswig-Holstein-Magazin in der Ausgabe vom 08.03.2020 - hier ist der ganze Beitrag abrufbar (bis Juni 2020).

Ostermann ist Forstbaumschuler - das Herauskriegen der Pflanzen erfolgt maschinell. Wer derzeit nicht auf leichtestem Geest-Sand arbeiten kann, dem ergeht es wie Ostermann - oder Forstbaumschulern wie in Rellingen in der Hempbergstraße. Dort waren in der vergangenen Woche zwei Schlepper beim dem Versuch das Forstpflanzenquartier zu befahren bis zu den Radnarben im Schlamm versunken.

Nur mit Hilfe eines auf benachbartem Erschließungsgebiet tätigen Ketten(!)baggers konnten beide Fahrzeuge aus dem Schlamm geborgen werden.

Auch wir haben große Schwierigkeiten, mit unserem Ballenstecher und Schleppern unsere Freilandquartiere zu befahren, um dort Bäume aus dem Freiland für den Frühjahrsversand zu ballieren.

Zu unserem Glück (und der Zufriedenheit unserer Kunden) können wir in vielen Fällen auf unser großes Sortiment von Bäumen im Container zurückgreifen.

Trotzdem hoffen wir (und unser Produktionsteam) auf trockenere Witterung - aber womöglich schlägt die nächste Trockenheit sogleich wieder in eine Dürre um ;-)


Veröffentlicht in Baumschule am 09.03.2020 11:09 Uhr.

Pausenraum-Makeover

Eigentlich sollte nur eine neue Mikrowelle einziehen ...


Blick in den Pausenraum des Produktions- und 
Hofteams nach der Umgestaltung


Die Materialwahl für den Pausenraum unseres Hof- und Produktionsteams ist seinerzeit beim Bau der Betriebsgebäude mit Bedacht erfolgt. 

Der schulterhohe Fliesensockel, der Bodenbelag aus Linoleum und die Neonbeleuchtung haben sich auch nach über 40 Jahren noch keine Schwächen geleistet. Lebenserwartung: Mindestens noch weitere 40 Jahre ...


Blick in den Pausenraum Mitte der 1990er Jahre

Eine nüchterne Umschreibung des Pausenraumes könnte lauten: Fahrzeughalle - geheizt und gleichmäßig hell ausgeleuchtet.



Tafel mit Bügeltischchen  (vorne links)

Doch die Pausengewohnheiten der Belegschaft haben sich geändert. Wurden früher Brote verspeist, so werden heute immer häufiger vorgekochte Speisen mitgebracht und in der Mikrowelle erhitzt. Eine warme Mahlzeit mittags gehört heute zum Arbeitsalltag. 

Und der Wunsch nach einer zweiten Mikrowelle wurde zum Ausgangspunkt einer Umgestaltung des Pausenraumes. 



Wunsch nach zweiter Mikrowelle: Kein optimaler 
Standplatz auf dem zu schmalen Schränkchen


Die Küche lässt sich auch bei wohlwollender Betrachtung nicht unter  'Mix and Match' abbuchen (was im Interior-Sprech soviel bedeutet wie 'zusammengewürfelt, passt trotzdem oder gerade deswegen!). 

Eine einfache Lösung in Form von zwei neuer Oberschränke plus zusätzlichem Unterschrank wurde letztlich durch die Unfähigkeit eines sehr großen Hamburger Versandhauses vereitelt.

Nach 12 (!) Wochen Lieferzeit wurde vom Versanddienst-leister lapidar mitgeteilt, dass zwei der drei Möbelstücke leider so stark beschädigt seinen, so dass diese nun nicht ausgeliefert werden könnten. Man möge die Möbelstücke bitte neu bestellen (nochmal 12 Wochen Lieferzeit).

Um nicht erneut bei diesen Komikern zu bestellen, greift Plan B. Auf zum Schweden, Teeküche planen, bestellen und innerhalb von 4 (!) Werktagen geliefert und weitere 5 Tage später fix und fertig montiert.


Der Fliesensockel war und bleibt praktisch: In Kombination mit der neuen Wandfarbe ergibt's einen neuen Twist


Die Wände wurden im Farbton 'Luna' gestrichen. Decke und die fensterseitige Wand bleiben weiß. 

Als Bodenbelag wurde strapazierfähiger Vinyl-Boden mit PU-Beschichtung im Click-System auf vorhandenem Linoleum verlegt.




Die Raumbeleuchtung aus Neonröhren bleibt bestehen. Ergänzt wird dieses 'Putzlicht' durch vier gesondert schaltbare Pendelleuchten, die nach unten gerichtetes, gemütlicheres Licht spenden.






Auch die Möblierung wird erneuert: Künftig finden bis zu 16 Mitarbeiter an zwei Tischen im Industrial-Design (Metall-Untergestell und Tischplatten aus aufgearbeiteten Teakbohlen) ihren Sitzplatz in den Pausen.



Vorhänge wurden durch Schiebegardinen ersetzt; 
alte Schulwandkarten sorgen vor ein Plus an Wohnlichkeit


Neue Teeküche

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Malermeister Dirk Schrieber und seinen Mitarbeitern für die reibungslose wie astreine handwerkliche Umsetzung - und auch für die Verbreitung von Optimismus unter den Baumschulern in Hinblick auf den neuen dunken Wandfarbton ...

Schöne Pause !





Veröffentlicht in Baumschule am 03.03.2020 8:46 Uhr.

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Inh.: Bettina Stoldt, Dipl.-Ing. agr. (FH)

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