Bradfisch.de: Frühjahrs-Makeover

Unsere Webseite ist seit dem Relaunch Mitte Juli 2018 kräftig gewachsen. Zeit für eine Bestandsaufnahme und einige Änderungen.

Bei Bradfisch.de sind es hauptsächlich zwei Dinge, die uns nicht mehr 'passen': Da sind zum einen die Sprechblasen, die sich mit dem verwendeten Designtool schlecht 'betexten' lassen = die Sprechblasen sind weg. 



Der wichtigere Punkt ist die Navigation der Desktop-Version

Bisher wurden die Themen zur Pflanzenverwendung teils ergänzend unter 'Sortiment', teils unter 'Aktuelles' abgelegt. Jetzt im bevorstehenden Frühling fühlen sich beispielsweise die 'Wintergehölze' bei 'Aktuelles' definitiv falsch abgelegt an. 

Wir haben alle Verwendungsthemen einschließlich der Infos zu Hortensien und zur Heckenauswahl daher unter dem neuen Hauptnavigationspunkt 'Verwendung' abgelegt. 

Die 3-Klick-Regel als Empfehlung für Webseitennavigation besagt, dass alle Infos auf einer Webseite innerhalb von drei Klicks erreichbar sein sollten. Aber wäre es nicht noch besser, alle Informationen mit maximal zwei Klicks ab der Hauptseite erreichen zu können ? 

Das Untermenü der Hortensien mit den einzelnen Hortensiengruppen und deren Sorten haben wir daher auf einen gemeinsamen Untermenüpunkt 'Hortensien' zusammengefasst und gleichzeitig alle Infos rund um das Thema Hortensien zum Navigationspunkt 'Verwendung' verschoben.



In diesem Sinne: 
Bradfisch.de - Schlanker in den Frühling !

(Und schauen Sie mal wieder vorbei, wir freuen uns !)




Veröffentlicht in Webdesign am 17.03.2019 17:39 Uhr.

Tee Feiary

Kennen Sie das Buch (oder noch besser: das Hörbuch) Der weiße Neger Wumbaba ? In diesem Klassiker von Axel Hacke geht es um falsch verstandene Liedtexte. Aus diesen 'Verhörern' entstehen teils wumbabare poetische Kleinode ...

von Henning Stoldt

Bei uns in der Baumschule wird eher selten gedichtet. Auch unseren Kunden dichten wir selbstverständlich nichts an !
Doch rätseln, staunen und schmunzeln wir gelegentlich über Pflanzennamen oder deren Aussprache. Einige der Namen scheinen dabei seit Jahrzehnten 'sturmfest und erdverwachsen' mit der Gärtnerseele. 

Ich denke dabei nicht an Schizophragma hydrangeoides (Spalthortensie), die Rose Ghislaine de Feligonde (Autokorrektur sagt = Felgende (?!?)) und auch nicht an Hemerocallis 'Pizza' - keine Ahnung, warum die so heißt, allenfalls als Pizza Margherita mit Möhrengouda und extra Beta Carotin könnte diese Taglilienblüte durchgehen.

Aber wer kennt es nicht, der Film ist zu Ende und auf der Mattscheibe erscheint das verschnörkelte, mich durch meine Kindheit begleitende TEE END. Tee End ist von gleicher Abstammung wie Tee Feiary, aber Tee Feiary ist besser, weil lieferbar !

Wo ich über Rosen nachdenke: Die gelb-rosa-/ kupferrot überhauchte Blüte der Edelrosen-Sorte Gloria - 'Frühstücksei' - Dei, gezüchtet von Francis Meilland in Frankreich, ist auch sehr schön. Laut kordes-rosen.com ist diese Sorte sogar die meist verkaufte Rose aller Zeiten ! Gloria Dei, lat. Ruhm Gottes. Eideidei ...

Verfestigt hat sich mittlerweile die Paypal (sichererer)- Scheinakazie Robinia pseudoacacia 'Unifoliola'
Ja, ich habe auch schon von 'Unifoliolia' gehört.
Foliola stammt vom lateinischen foliolum (Blättchen) ab und ist die botanische Bezeichnung für die Teilblättchen zusammengesetzter Blätter. Passt. 

Ein Teil der Baumschule- und Gärtnerwelt kürzt das Unifoliola weiter zusammen auf Unifolia (wie z.B. die Kollegen der Baumschule Lorenz von Ehren in ihren Katalogen).   So vermerken wir ein weiteres seltenes Teekesselchen:

'Folia' (Plural zu folium) ist einerseits die Bezeichnung für Pergament- oder Papierblätter in einem sog. Kodex aus Antike und Mittelalter (umschlossener Block von Blättern oder Tafeln, Wikipedia weiß Bescheid).

Andererseits bezeichnet folium eben auch das botanische Blatt - und zwar im Zusammenhang mit der Heilwirkung von Blättern wie dem Salbeiblatt (Folium salviae).

Ich bin für Unifoliola, aber wer sich das nicht merken mag, bleibt bei Ansprache der Straßen-Akazie bzw. Einblättrigen Robinie einfach bei 'Monophylla', geht auch.

Themenwechsel.

Kenner der italienischen Sprache wissen, dass man nicht auf den Nachbarn mit dem Lambordschini neidisch ist und beim Italiener im Grunde genommen keine Gnottschi bestellt werden können.

Anfrage: "Brauche Tachsos".
So geschrieben und bestellt (und geliefert ...).



Zwei geschätzte Gehölzsorten zählen zu dieser Aussprache-Kategorie. Obgleich die englische Aussprache im Zweifel ja stets erste Wahl ist (es hatte seine Zeit gedauert bis ich als Kind begriffen hatte, dass Michael Jackson und Meikel Jackson ein und dieselbe Person waren), haben sich Gärtner  hierzulande bei folgenden Gehölzsorten irrtümlich für die deutsche Aussprache entschieden:

Ich meine Prunus sargenitii - 'Schokolade' - Accolade und Malus - 'Essensreste' - Evereste

Klares Sorry !

Die Zier-Kirsche wurde 1952 von der Knap Hill Nursery (Woking, England) gezüchtet und dürfte so als 'Äkkole-id' getauft worden sein. Bis zum Verfassen dieses Blogeintrages war ich der festen Meinung, dass es sich bei 'Accolade' um eine Nordamerikanische Stadt handeln müsste. F A L S C H !
Accolade ist der englische Begriff für Auszeichnung, Ritterschlag, Anerkennung. Again what learned. 




Die vorzügliche Zier-Apfel-Sorte 'Evereste' wurde 1974 von der INRA (Insitute National de la Recherche Agronomique), Angers, in Umlauf gebracht und hört somit auf den Namen Evereste, gesprochen ohne das Schluß-E, wie bei Institüt(e) (tja, die Franzosen halt).

Wir sind neugierig und hier ist noch Platz: Haben Sie auch Erfahrungen mit  spezialgelagerten Pflanzennamen ? 
Haben Sie weitere schöne Beispiele ? 

Dann mailen Sie uns an stoldt@bradfisch.de. Für jede Veröffentlichung spendieren wir während der Sommersaison ein blühendes Exemplar Tee Feiary !

Veröffentlicht in Baumschule am 14.02.2019 11:00 Uhr.

Winterwunderland

Es hat geschneit in Borstel-Hohenraden. Nur ein wenig - aber schon perfekt für einen Fotospaziergang durch die Baumschule. 




Unsere Containerbaumkulturen



Thuja Teddy mit Schneehäubchen (können wir im Auftragsfall allerdings nicht in jedem Fall garantieren ;-) )

Veröffentlicht in Baumschule am 18.01.2019 17:28 Uhr.

Zufallsbekanntschaft ?

Zwei sehr gewöhnliche Sträucher stehen zusammen und bilden ein überraschend attraktives Winterbild-Duett.


Wann haben Sie zuletzt bei der Pflanzenverwendung an Thunbergs Berberitze und Gewöhnliche Schneebeere gedacht ? Gut, die Schneebeere hatte zwischenzeitlich als ihre Momente des Ruhmes als Knallerbsenstrauch auf dem vogtländischem Komposthaufen von Herrn Trommer. Sie erinnern sich ? Der Fall wurde 1999 auf SAT 1 von Richterin Barbara Salesch verhandelt, Klägerin: Frau Zindler => Maschendrahtzaun => TV Total => Stefan Raab & Truck Stop = Nummer 1.Hit).



Symphoricarpos albus var. laevigatus ist ein nordamerikanischer Strauch. Er eignet sich gut für Böschungsbegrünungen, als Hecke, für Ab- und Unterpflanzungen sowie als Verkehrsbegleitgrün: Hart im Nehmen, konkurrenzstark auch unter Bäumen und absolut schnittfest auch bei bodennahem Rückschnitt.



Berberis thunbergii stammt aus Asien und bringt ähnlich robuste Eigenschaften mit wie die Schneebeere. Was beide Gehölze eint, ist der attraktiver Fruchtbehang: Weiß bei der Schneebeere, Rot bei der Berberitze.

Sind beide Gehölze benachbart, ergibt sich ein überraschend attraktives Winterbild, das in diesem Jahr noch Anfang 2019 wirksam war.



... und es wohl immer noch wäre - hätten nicht die fleissigen Gemeindegärtner der Winterzierde der Schneebeeren ein abruptes Ende bereitet:



Veröffentlicht in Pflanzenverwendung am 10.01.2019 12:11 Uhr.

Frohe Weihnachten !

Unsere Weihnachtskarte 2018 zeigt die Fruchtschoten der Mondviole, auch bekannt als Silberblatt


Die Mondviole (Lunaria rediviva) ist eine heimische Wildstaude. Den Namen trägt die Staude aus zweierlei Gründen: So ist sie eine Nachtblüherin und außerdem eine Nachtdufterin

Die pergamentartigen Fruchtschoten sind im herbstlichen und winterlichen Garten besonders im Gegenlicht ein echter Schatz.

Die Staude lässt sich am besten im Lebensbereich Gehölz oder im schattigen Gehölzrand auf eher frischem Boden verwenden. Sie lässt sich gut vergesellschaften mit Luzula nivea (Schnee-Marben), Luzula sylvatica (Wald-Marbel) oder Athyrium filix-femina (Wald-Frauenfarn).

Im Botanischen Garten Hamburg wachsen Gruppen von Mondviolen unter Rot-Buchen.


Frohe Weihnachten !


 

Veröffentlicht in Pflanzenverwendung am 21.12.2018 10:01 Uhr.

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Inh.: Bettina Stoldt, Dipl.-Ing. agr. (FH)

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