Apfelbaum Grahams Jubiläumsapfel

Sehr alte Apfelsorte ’Purpurroter Cousinot’ – robust, appetitliches Aussehen, aber sehr kleine Frucht


Einige dieser Ertragssorten lassen sich geschmacklich durchaus mit alten Sorten vergleichen. So schmeckt ein ’Roter Berlepsch’ ähnlich wie ein ’Braeburn’ oder ein ’Fuji’ und die unter Vermarktungsgesichtspunkten aufgebaute teurere ‚Clubsorte’ ’Cripps Pink’ / ’Pink Lady’ sollten Sie einmal mit der zumindest hinsichtlich der Anfälligkeit gegenüber Apfelschorf gesunderen Sorte ’Topaz’ vergleichen.




Alte und neue Sorten


Alte Apfelsorten mit verheißungsvollen Sortennamen sind wörtlich in aller Munde. Sie versprechen unverfälschte Aromen einer guten alten Zeit.


Weil zumindest einigen dieser alten Sorten wohl allergieauslösende Inhaltsstoffe fehlen, sind diese Sorten eine Hoffnung für Apfelfans unter den Allergikern. Von uns angebotene Sorten, die von Allergikern als ‚verträglich’ gemeldet wurden, sind in der obenstehenden tabellarischen Zusammenstellung der Eigenschaften der von uns angebotenen Apfelsorten entsprechend markiert -  jedoch ausdrücklich ohne Gewähr.


Der Hauptgrund, warum viele alte Apfelsorten heute nur noch unter Liebhabern verbreitet sind, hat seinen Grund auch in der mangelnden Baum- und Fruchtgesundheit. Viele der alten Sorten sind empfindlich gegenüber Krankheiten wie Schorf und Schädlinge - die Äpfel sehen unappetitlich aus.


Schorfresistenz ist das wichtigste Zuchtziel. Neue schorfresistente Sorten können und werden jedoch trotzdem von anderen Krankheiten befallen, so dass diese Sorten im Erwerbsgartenbau trotzdem gespritzt werden müssen, nur eben nicht gegen Apfelschorf. Weil es auch robuste alte Sorten vor allem hinsichtlich des Apfelschorfs gibt (‚schorftolerant’), versprechen diese Sorten eine Apfelernte ohne Pestizidbelastung.



Im Ladengeschäft zählt neben dem Geschmack des Apfels aber vor allem sein Aussehen. Allzu häufig entspricht die Optik der Äpfel alter Sorten nicht dem Idealbild einer Apfelform, ist der Apfel gegenüber den ‚Apfelgewohnheiten’ zu klein oder zu groß, unförmig oder farblich ungewöhnlich – Optik schlägt zumindest in der Vermarktung den Geschmack. Der ständige Wandel hinsichtlich Geschmacksvorlieben und Robustheit oder der Eigenschaften Aussehen, Fruchtgröße, Lagerfähigkeit, Pflückbeginn oder Regelmäßigkeit hoher Erträge hat über die Kulturgeschichte des Apfels ständig neue Apfelsorten hervorgebracht.


Eine einmal verschwundene Apfelsorte kann nicht wiederhergestellt werden !



Die beste Empfehlung bleibt, Sorten zu probieren. Wenn Sie sich in eine alte Sorte verliebt haben, aber einen kränkelnden Baum fürchten, dann suchen Sie sich eine robustere Sorte mit ähnlichem Geschmack. Abgesehen davon: Resistenz gegen Apfelschorf ist kein unumstößliches Ausschlußkriterium – wer eine einigermaßen robuste alte Sorte wählt, wird sich an ein paar Schorfstellen nicht stören (dürfen).


Apfelschorf ist für Menschen völlig ungefährlich. Aufgrund ihres wunderbaren Aromas finden nach wie vor auch Sorten wie ‚Cox Orange’ ihre Liebhaber in Obstgärten.








Obst in aller Munde

Pflanzt mehr Obst !

Wir haben die Obstbäume dazu


Bei uns finden Sie zahlreiche Obstgehölze in unterschiedlichen Erziehungsformen und Sorten im Container.  

Zum Thema Apfel und dessen Sortenvielfalt haben wir für Sie Wissenswertes zusammengestellt.


Andrea Eisen

Verkauf und Kundenbetreuung

Pflanzt mehr Obst ! Obstbäume
Andrea Eisen

Ein schönes und praktisches Tool zur Lieblingssortenfindung hat der Verein Lüneburger Streuobstwiesen e.V. entwickelt . Auf deren Website sind eine große Anzahl Apfelsorten mit jeweiligem Datenblatt gelistet und bebildert, auch kann per Auswahlkriterium die Sortenauswahl eingegrenzt werden.


Hier geht’s zur Seite des Vereins: http://www.streuobst-lueneburg.de



Der richtige Standort für einen Apfelbaum


Wie gut oder schlecht ein veredelter Apfelbaum auf dem jeweiligen Boden wächst, wird maßgeblich durch die Unterlage bestimmt, auf der der Baum veredelt wurde. Von Natur aus bevorzugen Äpfel eher schwere, lehmige und nahrhafte Böden. Große Obstanbaugebiete in Norddeutschland sind das Alte Land in den niedersächsischen Elbmarschen sowie die Haseldorfer Marsch auf dem gegenüberliegenden schleswig-holsteinischen Elbufer. Obstanbau wird im Alten Land dort mindestens seit dem 14. Jhd. betrieben – auf  eben diesem schweren, aber fruchtbaren Marschboden.


Für leichte, sandige Böden gibt es ebenfalls geeignete Veredlungsunterlagen, die auch auf ärmeren Böden noch gute Erträge liefern – aber ganz ehrlich: wollen Sie in die Massenproduktion einsteigen ? Ein ‚normaler’ Gartenboden, der nicht staunass sein darf, bietet jedem Apfelbaum bei ausreichender Wässerung und (bevorzugt organischer) Düngung gute Standortbedingungen.



Ertragssorten


Massenproduktion ist ein Stichwort zur Sortenwahl: Sie lieben Braeburn, Elstar, Jonagold oder Gala Royal ? Diese Sorten zählen zu den Ertragssorten, die ‚alte Sorten’ deshalb verdrängt haben, weil Aufwand und Ertrag bei diesen Sorten im Erwerbsgartenbau im wirtschaftlichsten Verhältnis zueinander stehen.


Freude und eine vernünftige Ernte werden Sie bei diesen Sorten nur erzielen, wenn Sie dem Baum optimale Bedingungen hinsichtlich Wasser- und Nährstoffversorgung bieten – und auch regelmäßig bzw. zum genau richtigen Zeitpunkt mit Pflanzenschutzmitteln (in erster Linie Fungiziden) behandeln, denn diese Sorten anfällig gegenüber zahlreichen Krankheiten von Schorf über Mehltau bis hin zum Obstbaumkrebs.


Die Ansprüche an Äpfel sind heute sehr hoch in Bezug auf Aussehen, Größe, Mundgefühl, Geschmack und Lagerfähigkeit. Alte Sorten boten zu ihrer Entstehungszeit häufig einen guten Mittelweg aus Robustheit, Ertragsmenge und Geschmack. Mit dem Aufkommen und verhältnismäßig kostengünstigen Einsatzmöglichkeiten von Pflanzenschutzmitteln in den 1930er Jahren verlor die Eigenschaft der Robustheit wesentlich an Bedeutung, da nun auch empfindlichere Sorten angebaut und reichlich geerntet werden, die hinsichtlich des ‚Massengeschmacks’ den alten Sorten überlegen waren.



















 

Streuobstwiese Normandie

Erziehungsformen Obstgehölze


Je nach den Platzverhältnissen im Garten bieten sich unterschiedliche Erziehungsformen für die Pflanzung an: vom Mini-Obst im Kübel über Halbstämme, Spalierobst bis zu ‚richtigen’ Bäumen als Hochstämme.


Zahlreiche Obstbaumarten und -sorten erhalten Sie als Hoch- und Halbstämme von uns auch im praktischen Container als Containerbäume.


Mit Containerbäumen können Sie auch blühende Bäume oder Bäume mit Fruchtbesatz kaufen und sind nicht auf die für Ballenpflanzen begrenzten Pflanzzeiten im Frühjahr und Herbst/ Winter gebunden.


Für weniger raumgreifendes Wachstum kann in Kombination mit der geeigneten Erziehungsform auf Sorten zurückgegriffen werden, die auf schwach wachsenden Unterlagen veredelt sind. Der schwächere Wuchs der Unterlage mit weniger ausgebreitetem Wurzelwerk überträgt sich auf den gesamten Baum, der so in seinem Wachstum gebremst wird. Daneben gibt es auch Sorten, deren schwaches Wachstum Ergebnis von Züchtungsarbeiten ist, die auch auf spontanen Mutationen des Erbgutes einer Pflanze zurückzuführen sind und gärtnerisch als Sorte weiterkultiviert werden.


Streuobstwiese in der Normandie - Apfelanbaugebiet und Calvados-Gegend

Große alte Obstbäume, malerisch gewachsen, bieten ein archetypisches Bild der des ländlichen Raumes und sind einzeln wie auch auf Streuobstwiesen von großem ökologischen Wert. In kleinen Hausgärten oder an Terrassen fehlt häufig der erforderliche Platz für raumgreifende Baumgestalten.

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Apfelbaum Säulenform

Moderne Apfelsorte 'Redcats‘ bei uns hinter dem Büro - die Säulenform zeigt so gut wie kein Breitenwachstum, allerdings haben die Bäume mittlerweile eine ordentliche Höhe erreicht. Die Äpfel sind schmackhaft, aber überhaupt nicht lagerfähig. Die Bäume stehen seit mindestens 15 Jahren an dem Standort und haben stets gut getragen

Obstbäume Apfel Elstar Buschbaum

Elstar als Halbstamm und im Container aus der Baumschule: Dieser Apfel hat auf der Terrasse geblüht und gefruchtet, in diesem Apfeljahr 2018 ohne Krankheiten – ungespritzt !



Diese schwachwüchsigen Arten können sogar im als Kübelpflanzen kultiviert werden und benötigen – im Unterschied zu ausgewachsenen Obstgehölzen mit starkwachsender Unterlage – nur wenig Schnitt. Für eine erfolgreiche Ernte von Obst im Kübel sind jedoch sorgfältige und sehr regelmäßige Bewässerung und Düngung der Pflanze erforderlich. Am besten werden die Pflanzen an einen windgeschützen Ort aufgestellt und rechtzeitig durch einen Pfahl gestützt (angebunden).


Um ein Erfrieren der Wurzeln im Winter zu verhindern, wird der Kübel entweder an einem geschützten Platz direkt in den Gartenboden eingegraben oder sehr gut eingepackt – am besten mit Noppenfolie und Stroh- oder Laubummantelung.


Obstgehölze können ein respektables Alter von 50 bis 70 Jahren erreichen. Das gilt allerdings nicht für die Zwergformen – diese werden nicht so alt. In Obstplantagen werden Spindelbäume beispielsweise ab einem Alter von etwa 20 Jahren ausgetauscht.

Tabelle mit Sortenmerkmalen von Apfelsorten
Obstbäume Apfelplantage Haseldorfer Marsch

Typische moderne Apfelbaumplantage aus Spindelbäumen, Feld ausgerüstet mit Frostberegnungsanlage in der Haseldorfer Marsch zwischen Haseldorf und Haselau




Äpfel sind die Nummer Eins


Der Apfel ist das beliebteste Obst hierzulande: Im Schnitt zwischen 20 und 30 Kilo (je nach Quelle) beträgt der Pro-Kopf-Verzehr Deutschland pro Jahr. Damit hat der Apfel einen Anteil von etwa einem Drittel des gesamten Pro-Kopf-Obstverbrauchs.



Welche Apfelsorte nehmen


Es gibt heute neben den wenigen im Supermarkt dominierenden Ertragssorten des Erwerbsgartenbaus eine unüberschaubare Sortenvielfalt aus alten Sorten und Liebhabersorten sowie auf besondere Eigenschaften gezüchtete Sorten wie besonders gesunde (schorfresistente) Sorten. Auch Allergikeräpfel sind im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde, nachdem das Institut für Lebensmitteltechnologie in NRW Hinweise darauf gefunden hat, dass der Gehalt an Polyphenolen im Apfel Einfluss auf die Verträglichkeit des jeweiligen Apfels hat. Diese Polyphenole sollen in der Lage sein, das Apfelallergen zu deaktivieren und dessen Aufnahme durch den Körper zu verhindern.


Von diesen gesundheitsfördernden Pflanzenstoffen, die vor allem in den Kernen und im Fruchtfleisch vorkommen, enthalten traditionelle alte Apfelsorten erheblich mehr als moderne Neuzüchtungen. Die ‚Herauszüchtung’ von Polyphenolen führte zu einer besseren Optik und einer Verzögerung der Verbräunung nach dem Apfelanschnitt. Wichtiges Ziel dieser Herauszüchtung war außerdem die geschmackliche Veränderung -  weg von der Fruchtsäure hin zu mehr Süße, um damit den geänderten geschmacklichen Vorlieben nach ‚süß’ der Konsumenten entgegen zu kommen.


Eine Übersicht mit einigen Sorteneigenschaften in Tabellenform mit den von uns aktuell kultivierten Apfelbaumsorten können Sie mit Klick auf das nachstehende Bild als PDF herunterladen. Zu den einzelnen Auswahlkriterien einer Sortenwahl geben wir Ihnen in den nachfolgenden Abschnitten weitere Informationen.

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Ernte und Obstgenuss aus dem eigenen Garten – herrlich ! Und wir kultivieren die Obstgehölze dazu.

Einen Überblick über unser Angebot können Sie sich über die hier herunterladbare Obst-Sortimentsliste verschaffen – wir besorgen Ihnen aber auch viele andere Obstgehölze in vielerlei Erziehungsformen und Größen.

Die meisten Obstbäume erhalten Sie von uns im ungespritzen Zustand. Fragen Sie uns danach.



Ein Teil der Apfelernte 2018 von Apfelbäumen aus der Baumschule: ungespritzt !

Wissenswertes über Obstgehölze, Apfelsorten und Sortenwahl


Die ApfelreifeklassenSommer-, Herbst- und Winterapfel


Apfelsorten werden nach Apfelreifeklassen unterschieden, die die Pflückreife einerseits und die Genussreife andererseits beschreiben. Die Einteilung erfolgt in Sommer-, Herbst- und Winteräpfel:


Sommeräpfel reifen früh ab August und schmecken frisch vom Baum. Der bekannte und leider schorfanfällige ’Klarapfel’ lässt sich nicht gut lagern – es gibt aber auch lagerfähige Sorten. Dazu zählt auch der zwar ebenfalls schorfanfällige aber wohlschmeckende ’Gravensteiner’, der etwa einen Monat lagerfähig bleibt. Äpfel aus der Gruppe der Sommeräpfel schmecken häufig erfrischend säuerlich.


Herbstäpfel sind im September bis Oktober pflückreif und können ebenfalls direkt vom Baum genossen werden. Zu dieser Gruppe zählen bekannte Sorten wie ’Alkmene’ und ’Holsteiner Cox’. Zusammen mit den Winteräpfeln, bei denen die Früchte ebenfalls im Herbst geerntet werden, erreichen Äpfel von Sorten dieser beiden Gruppen ihre volle Genussreife aber erst Wochen oder (bei Winteräpfeln) gar Monate nach der Pflückreife. Pflückreife Herbst- oder Winteräpfel sind je nach Sorte dann sogar noch ausgesprochen hart und sauer im Geschmack, dafür gut bis sehr gut lagerfähig  - so dass diese Äpfel den ganzen Winter hindurch bis in den Frühling hinein mit festem Fruchtfleisch und dem sortentypischen Geschmack geniessbar sind.


Das Wissen um die Apfelreifeklassen spielt bei eigener Apfelernte nach wie vor eine Rolle, will man das volle Aroma von Herbst- und Winteräpfeln genießen. In Zeiten der globalisierten Warenströme und mit Verfügbarkeit von Äpfeln aus weltweiten Anbaugebieten mit entsprechend der geografischen Lage verteilten Reifezeiten hat die Einteilung ihre Bedeutung verloren – frische Äpfel sind im Supermarkt ganzjährig verfügbar.

Apfelblüte


Die tabellarische Übersicht über die Befruchtungsverhältnisse der Apfelsorten des BUND Lemgo ist mit der Auflistung von über 300 Apfelsorten außerordentlich umfangreich und kann hier eingesehen und heruntergeladen werden:  http://www.bund-lemgo.de/download/Int_

Befruchtertabelle_Apfelsorten_201.pdf


Auf der Seite des BUND Lemgo findet sich auch eine Übersicht zur Befruchtung aller Obstsorten kann hier von der FAW Eidgenössische Forschungsanstalt für Obst-, Wein- und Gartenbau, CH-8820 Wädenswill, heruntergeladen werden, wobei die Befruchtertabellen durch die Verwendung von Ziffern nicht so gut lesbar ist.


Neben Kulturapfelsorten kommen auch Zier-Äpfel als Befruchter in Frage. Schorfresistente, bekannte Zier-Apfel-Sorten wie ’Evereste’, ’Hillieri’, ’Professor Sprenger’ und vor allem ’Golden Hornet’ kommen für eine ganze Reihe von Apfelsorten als Pollenspender in Frage. Der Vorteil von Zier-Apfelbäumen im Gegensatz zu Kulturäpfeln ist, dass diese als Ziergehölz ohne Schnittmaßnahmen auskommen.



Diploid und triploid


Komplizierter wird die Sache nur noch durch die , deren Pollen grundsätzlich nicht zur Befruchtung geeignet ist. Wer eine triploide Sorte pflanzt, sollte zwei diploide Sorten hinzupflanzen, damit sich die beiden diploiden Befruchtersorten auch untereinander befruchten können und alle drei Sorten Äpfel tragen.


Triploide Apfelsorten aus unserem Sortiment sind:

’Boskoop’

’Gravensteiner’

’Kaiser Wilhelm’




„Und wenn ich einfach einen Apfelkern eingrabe ?"


Warum soll ich überhaupt einen Apfelbaum kaufen ? Ich pflanze einfach die Kerne meiner Lieblingssorte ein !


Die Apfelsorten stammen ursprünglich alle von Kreuzungen aus verschiedenen Wildäpfeln ab. Diese Kreuzung führte zu Verdopplung (diploide Sorten) oder Verdreifachung (triploide Sorten) des Erbmaterials der Urspungsarten. Die daraus entstehenden Sorten ähneln ihren ‚wilden’ Eltern nur wenig.


Eine gute Apfelsorte kann nicht durch Samen vermehrt werden, weil der daraus entstehende Baum mit großer Wahrscheinlichkeit nur kleine, saure, harte Äpfel tragen wird. Da die Hälfte der Erbinformation aus dem zugetragenen Pollen aus der Bestäubung stammt, steckt in dem jeweiligen Apfelkern nicht die ‚reine’ Sorte, sondern es wird je nach den zugetragenen Pollen zu Überraschungen kommen.


Die Lösung des Problems, die gewünschte Apfelsorte zu vermehren, besteht in der vegetativen Vermehrung. Bei der sogenannten ’Veredlung’ wird auf einen jungen Apfelbaum als ‚Unterlage’ ein kleiner Zweig oder auch nur eine Knospe eines wohlschmeckenden Apfels gepropft. Die Zweige des als Unterlage dienenden Apfelbaumes werden entfernt. Dadurch entwickelt sich auf dem Stamm und mit den Wurzeln der Unterlage ein Apfelbaum mit der Krone und später den Früchten der gewünschten Sorte.





 

Apfelblüte

Sortensammlung im Obstgarten Haseldorf


Wer sich näher mit alten Apfelsorten, aber auch mit Birnen, Pflaumen und einigen Kirschsorten beschäftigen möchte, dem sei ein Besuch einer der größten öffentlich zugänglichen Obstsortensammlungen in Deutschland empfohlen: ein Besuch im Obstgarten Haseldorf. Diese Sammlung wurde 1986 auf einer Fläche von etwa 2 ha unmittelbar hinter dem Elbdeich von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein angelegt, um die Vielfalt alter Sorten zu erhalten.


Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite www.haseldorfer-marsch.de, wo sich auch eine herunterladbare Liste als Sorten-Lageplan findet.

Die Sache mit der Bestäubung


Äpfel sind nicht selbstfruchtbar, sondern fremdbestäubt – das bedeutet, dass sie in Flugreichweite von Bienen eine andere Apfelsorte benötigen, die als Bestäuber den für die Befruchtung der Blüte erforderlichen (und passenden !) Pollen liefern.



„Mein Apfelbaum hat geblüht, trägt aber nicht.“


Ob Ihr Apfelbaum bestäubt werden wird, hängt von dem Vorhandensein passender Pollenspender in der Nachbarschaft und dem Vorhandensein von Bienen ab. Auf Nummer Sicher gehen Sie, wenn Sie mindestens zwei Apfelbäume pflanzen, die gut miteinander als Pollenspender harmonieren. Bei besonders früh- oder besonders spätblühenden Sorten ist die Sortenwahl hinsichtlich eines geeigneten Befruchters sorgfältig zu prüfen.


Ob zwei Apfelsorten als gegenseitige Befruchter in Frage kommen, hängt auch vom Blühzeitpunkt der jeweiligen Sorte ab: so wird zwischen sehr früher, mittelfrüher, früher, mittelspäter und später Blütezeit unterschieden. Als Hilfestellung gibt es zahlreiche Befruchtertabellen, als besonders guter Befruchter gilt die Sorte ’Goldparmäne’ (mittelspäte Blüte).

Apfelsorte Purpurroter Cousinot
Apfelbaum Biesterfelder Renette

'Biesterfelder Renette'

Apfelbaum Finkenwerder Herbstprinz

'Finkenwerder Herbstprinz‘

ja, die Äpfel haben ein wenig Schorf !
Apfelbaum Goldparmäne Rote

'Goldparmäne (rot)'

Apfelbaum Golden Delicious

'Golden Delicious'

Apfelbaum Gravensteiner rot

'Gravensteiner' (rot)

Apfelbaum Jakob Lebel

'Jakob Lebel'

Apfelbaum Kaiser Wilhelm

'Kaiser Wilhelm'

Apfelbaum Kardinal

'Kardinal'

'Grahams Jubiläumsapfel'

Blick in die Baumschule:

Unsere Obstgehölze

Apfelbaum Prinz Albrecht von Preußen

'Prinz Albrecht von Preußen'

Apfelbaum Seestermüher Zitronenapfel

'Seestermüher Zitronenapfel'

Obstgarten Obstbaumsammlung Haseldorf

Haseldorfer Obstgarten



In diesem Obstgarten ist nicht nur die Ernte von Früchten zum Eigenbedarf gestattet, sondern es kann auch die Wuchsform ausgewachsener Bäume in Augenschein genommen werden. Schließlich spielt bei Obstbäumen im Garten nicht nur Blüte und Ernte eine Rolle, sondern auch der Habitus und die Blätter und deren Blattgesundheit. Jeder Baum dort ist mit einem Etikett mit den wichtigsten Daten ausgestattet - interessant ist vor allem die Angabe zu Pflück- und Genussreife der jeweiligen Sorten.


Die nachfolgenden Bilder der alten Apfelsorten stammen aus diesem herrlichen Obstgarten. Die Fotos sind Anfang September entstanden, so dass die späten Sorten noch nicht im ‚Endzustand‘ am Baum abgebildet sind.

Unsere Apfelsorten: Blick in den Haseldorfer Obstgarten

Apfelsorten Apfelbäume Baumschulquartier
Obstbaumquartier Baumschule
Apfelbaum Holsteiner Cox

'Holsteiner Cox'

Apfelbaum Roter Berlepsch

'Roter Berlepsch'

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Cydonia oblonga Quitte

Cydonia oblonga 'Constantinopler Birnenquitte'

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Horst Bradfisch Baumschulen GmbH

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Inh.: Bettina Stoldt, Dipl.-Ing. agr. (FH)

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