Gras oder grässlich?

Wieviel Struktur bleibt eigentlich nach einem 'echten' Winter mit Schneelast und Winternässe von Gräsern im Garten übrig? Wir haben uns in Norddeutschlands Gärten umgesehen.

Januar und Februar 2026 – das waren seit vielen Jahren einmal keine November 2.0 und 3.0 sondern Wintermonate im klassischen Sinne: Mit geschlossener Schneedecke und lange anhaltendem, teils sogar strengem Frost. Jetzt, wo Schnee und Eis im Tiefland sogar mehrfach getaut sind bzw. auch zwischendurch wahlweise weggeregnet wurden, ist allerdings abseits der Blumengeschäfte noch immer kein Frühlingserwachen in Sicht.



Straff oder schlaff? Strukturbildende Gräser 

vertragen Schneelast und Winternässe nicht gleichermaßen gut



Und was da als Garten jetzt wieder zum Vorschein kommt, das ist in den meisten Fällen nicht besonders ansehnlich. Richtig, das winterliche Gartenbild hat eine einzigartige Bildwirkung.


In den allermeisten Fällen ist diese Wirkung aber ganz anders als in auch ohne Schneelandschaft schönen winterlichen Farbpaletten wie sie zum Beispiel in dem tollen Winter-Schokoladenseiten-Bildband ‚Gärten im Winter‘ von Céderic Pollet (Ulmer Verlag) oder auch in unserem Beitrag auf der Webseite zur Pflanzenverwendung ‚Winter im Garten? Nicht nur düster und kahl!‘ beschrieben und angepriesen wird.






Klassiker und Preziosen im winterlichen Garten (von oben rechts im Uhrzeigersinn): Cornus alba 'Sibirica' (Rotrindiger Hartriegel), Hamamelis x intermedia 'Diane' (Zaubernuss), Betula jacqueontii (Himalaja-Birke), Cotoneaster-dammeri-Sorte (Zwerg-Kriechmispel) und das langhaftende, kupferfarben verfärbte Laub der Rot-Buchen (Fagus sylvatica) - fehlt nur noch ein Schuss Immergrün in Form von Taxus (Eibe) oder meinetwegen auch Rhododendron ... und wo bleiben die Gräser?



Nicht in jedem Garten leuchtet eine weißrindige Betula utilis ‚Doorenbos‘ oder Betula jacquemontii (s.o., wenn nicht, bitte gleich auf To-Do-Liste ergänzen: Im Frühjahr Betula utilis ‚Doorenbos‘ oder Betula jacquemontii pflanzen!). Trost und Struktur spenden meist Immergrüne und das hoffentlich langhaftende kupferfarbenen Herbstlaub der Rot-Buchenhecken (Fagus sylvatica).


Auch die vielgepriesenen Fruchtstände und Stängel der (vorbildlich!) nicht im Herbst zurückgeschnittenen Stauden sind nach dem Schneeüberzug vielfach zu einem verrottendem Mulchhaufen zusammengesunken.




Präriepflanzung nach dem Abtauen: 

Nur die Stängel einiger Asteraceae 

(hier: Rudbeckien und Sonnenhut) 

stehen noch aufrecht 



Doch wie sieht es mit Gräsern aus? Können nicht diese unsere Pflanzungen im Sommer und Herbst um Schwingung, Transparenz und Struktur bereichernde Gestalten auch jetzt im späten Winter optisch und strukturell etwas ‚reißen‘?




Das Japanische Blutgras (Imperata cylindrica ‘Red Baron‘) besticht noch im späten Herbst mit bereiften Blättern und hat die in Norddeutschland letzten milden Wintern überlebt. Ob da aus dem Mulchhaufen (Bild rechts) in diesem Frühjahr irgendetwas austreiben wird? 



Ein Blick in den eigenen Garten und in die Gärten in der Nachbarschaft zeigt: Kommt darauf an! Während ‚nur‘ Raureif für zauberhafte Gartenbilder mit allen Gräsern sorgt, sind bei weitem nicht alle Gräser bei Schneelast oder ausgeprägter Winternässe ausreichend standfest.

 

Bei Überlegungen zur Gräserverwendung kann jedoch nicht nur die Frage „sieht im Winter gut aus/ nicht gut aus“ eine Rolle spielen. Für die Auswahl eines bestimmten Grases können mit Blick auf die Standfestigkeit auch funktionale Gründe bedenkenswert sein.



Bambushalme sind unerhört biegsam. Bei Schneelast lagern die Halme insbesondere der hohen Sorten, einzelne Halme können jedoch auch brechen. Hier werden Bambus im Botanischen Garten Hamburg nach Schneelast ausgeputzt und abgeknickte Halme abgeschnitten. Bild oben rechts: Die niedrigeren Fargesia-Sorten können mit Blick auf Standfestigkeit bei Schneelast und das leidige Thema der Wurzelsperre gegenüber Phyllostachys-Sorten die bessere Wahl sein




So lagern beispielsweise  höhere Bambus-Arten und -Sorten (z.B. Phyllostachys-Sorten) bei Schneelast gnadenlos. Nach Entlastung stehen die sehr elastischen Halme zwar überwiegend wieder straff aufrecht – aber eben nur überwiegend.


Nach eigener Beobachtung knicken einzelne Halme tatsächlich ab oder bleiben auf Halbmast. Diese Halme sollten dann sinnvollerweise abgeschnitten werden. Das Lagerungsproblem bei Schneelast ist vor allem bei größeren Bambushorsten oder Bambushecken nicht zu unterschätzen: Die Inanspruchnahme einer erstaunlich großen Fläche durch die langen niedergedrückten Halme kann Wege versperren oder dazu führen, dass sich Halme (was erlauben Bambus!) auf Nachbargrundstücke niederlegen. 


Da hilft dann nur das regelmäßige Abschütteln der Schneelast – bzw. bereits bei der Pflanzenauswahl die Waahl standfesterer, niedrigeren Arten wie Fargesia – die als horstbildende Arten sogar eine Rhizomsperre enbehrlich machen.





Höhere Gräser in Reihe gepflanzt können als halbtransparente Hecken Gartenbereiche gliedern oder Terrassenflächen locker abschirmen und abgrenzen. Chinaschilfe sind bei schneereichen Wintern nach den Erfahrungen aus dem Winter 2025/ 2026 die sicherere Wahl gegenüber dem Garten-Reitgras, das zumindest in Teilen nach Schneelast auf dem Boden liegen bleibt



Ein weiteres Beispiel für Fragestellungen nach der Funktionalität einer Gräserpflanzung bei der Pflanzenauswahl ist das viel verwendete Garten-Reitgras (Calamagrostis x acutiflora ‘Karl Foerster‘) und weitere Calamagrostis-Sorten.


Das Gras zeichnet sich durch seine bis in den Herbst/ Winter straff aufrecht stehende und bei ausreichend sonnigem Standort für gewöhnlich standfeste Halme aus. Kunststück, dass dieses strukturstarke Gras so gerne verwendet wird, das als Kaltsaisongras auch noch mit frühem Austrieb punktet. Als halbtransparente Gräserhecke geplant und gepflanzt, kann die erhoffte Trenn- und Gliederungsfunktion nach Schneelast nach Beobachtungen in diesem Jahr jedoch durch überwiegend umgeknickte Halme verloren gehen.


Im Bildbeispiel oben wurden Calamagrostis großflächig als Gräserhecke auf einen Erdwall gepflanzt, um den Einblick in die dahinterliegenden Gärten und Wohnzimmer zu verringern: Diese Funktion kann nun nach Schneefall für den Rest des Winters nicht mehr erfüllt werden. 


Kommt es auf die Abschirmfunktion hauptsächlich während der Garten- bzw. Terrassensaison an, dürfte dies jedoch verschmerzbar sein. Wenn nicht, kann der Griff zu einer nicht zum Abknicken neigenden Chinaschilf-Sorte die bessere Wahl sein – mit dem Nachteil des späteren Neuaustriebs im Frühjahr.





Bild links: Winterschutz der Horste von Cortaderia selloana mit Reisig im Botanischen Garten Hamburg, Bild rechts: Zusammengebundenes Chinaschilf oder doch ein Langhaarmonster im Regen?



Ein Behelf gegen auseinanderfallende Pflanzen ist das Auf- bzw. Zusammenbinden der Halme. Ob derartige Gestalten das winterliche Gartenbild wirklich bereichern oder eher der Eindruck von in-den-Regen gekommenen Langhaarmonstern entsteht: Das überlassen wir der Geschmacksache.



Standfest und mit guter Winterstruktur 

- oder nicht?


Vereinfacht aus Beobachtungen in der Nachbarschaft Ende Januar bis Mitte Februar 2026 und ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder anderslautende Erfahrungen sollen Gräser mit Blick auf die Winterstandfestigkeit (Schnee/ Nässe) in drei Gruppen eingeteilt werden:



Gruppe 1: 

Nicht standfeste Gräser nach Winternässe und Schneelast


Gräser aus dieser Gruppe eignen sich nach Schneelast oder Winternässe nicht als winterliche Strukturbildner:





Gruppe 1 mit nicht standfesten Gräsern (von links oben im Uhrzeigersinn): Calamagrostis varia, Hakonechloa macra 'Aureola', Imperata cylindrica 'Red Baron', Molinia arundinacea, Molinia caerulea



-      Calamagrostis varia (Berg-Reit-Gras): Nach Schneefall platt daniederliegend


-      Hakonechloa macra ‘Aureola‘ (Japan-Goldbandgras): Liegt es am Standort? Im Gegensatz zur Art (Gruppe 3) war vom Fotomodell (s.o) nach dem Abtauen der Schneedecke statt Goldband nur noch feuchter Mulch übrig


-      Imperata cylindrica ‘Red Baron‘ (Japanisches Blutgras): Nach Winternässe und Schneelast bleibt nur noch matschiger Mulch


-      Molinia caerulea und Molinia arundinacea und Sorten (Pfeifengräser): Strukturstark und standfest bis in den Herbst, nach Schneelast und bei Nässe leider komplett flachliegend



Gruppe 2: 

Mäßig standfeste Gräser mit eher wenig attraktiver Struktur nach Winternässe und Schneelast


Arten aus dieser Gruppe sind wenig standfest und zeigen nach Schneelast/ Nässe zwar wenig (höhere/ straffe) Struktur, machen aber auch nicht den Eindruck eines nassen ‚Mulchhaufens‘:




Zu Gräsern der Gruppe zwei mit mäßiger Standfestigkeit zählen wir (von oben links im Uhrzeigersinn): Ammophila arenaria, Calamagrostis x acutiflora-Sorten, Cortaderia selloana, Deschampsia cespitosa-Sorten, Leymus arenarius und Panicum virgatum in Sorten



-      Ammophila arenaria (Strandhafer), Strandhaferflächen im sind im Winter niederliegend teils in ungeordneten Grasschopf-Haufen, die bei flächiger Verwendung aber die Fläche gut bedecken


-      Calamagrostis x acutiflora ‘Karl Foerster‘  und weitere Sorten (Reitgräser): Ohne große Schneelast überdauern die straffen Stängel der Reitgräser die Vegetationsruhe bis zum zeitigen Rückschnitt im Frühjahr – mit Schneelast jedoch nicht sicher bzw. teils-teils


-      Calamagrostis brachytricha (Diamantgras): Mehr oder weniger zusammengesunkene Grasschöpfe


-      Cortaderia selloana (Pampasgras): Die großen Grasschöpfe vom hohen Pampasgras sind im Winter strukturstark, benötigen aber ggfs. einen Winterschutz – die charakteristischen wie imposanten Blütenwedel knicken bei stärkerem Schneefall häufig leider ab; dieses Solitärgras gilt bis etwa -10°C als winterhart


-      Deschampsia cespitosa und Sorten (Wald-Schmiele): Die horstartigen, wintergrünen Grasschöpfe wirken im Winter ohne die füllig-fedrig-wolkige Anmutung der sommerlichen Blütenstände in der Pflanzfläche ein wenig verloren und sind kaum strukturbildend


-      Leymus arenarius (Strand-Roggen, Blau-Strandhafer): Das Gras ist eigentlich wintergrün - oder besser gesagt winterblau. Die typische Blaufärbung ist zumindest in diesem schneereichen und frostigen Winter 2025/26 in Norddeutschland weg. Die Fläche bleibt bedeckt, die verbliebenen, unordentlich wirkenden verblassten Laubhaufen fügen dem Gartenbild jedoch nicht wirklich eine wünschenswerte Struktur hinzu – und sollten, obwohl dieses Gras eigentlich nicht zurückgeschnitten werden muss, im Frühjahr entfernt werden, um den frischen Austrieb freizustellen


-      Panicum virgatum in Sorten (Rutenhirse): Hier sind Unterschiede je nach Standort und Sorte zu beobachten: Feinhalmige Sorten mit straffen Stängeln wie ‘Strictum‘ stehen noch aufrecht und gehören in die Gruppe 3 mit guter Winterstruktur, während andere Sorten wie ‘Külsenmoor‘ (oben im Bild untere Reihe links) als Gräserschopf geknickt niederliegend

 


Gruppe 3

Standfeste und mehr oder weniger strukturhaltende Gräser auch nach Winternässe und Schneelast


Die in diese Gruppe einsortierten Arten scheinen nach dem Verschwinden der Schneedecke und/ oder längeren winterlichen Nässeperioden ausreichend standfest zu sein und zeigen eine mindestens akzeptable bis gute winterliche Struktur in Pflanzungen:





Die Gruppe der ausreichend standfesten Gräser als mindestens akzeptable winterliche Strukturbildner in der Pflanzung ist gar nicht so klein (von oben links im Uhrzeigersinn): Panicum in Sorten, Miscanthus sinensis in Sorten, Cortaderia selloana (niedrige Sorten), Hakonachloa macra, Carex pendula, Carex morrowii C. foliosissima in Sorten, Luzula sylvatica, Sesleria autumnalis, Stipa gigantea, Stipa tenuissima (letzte beide Bilder)



-      Carex foliosissima u. Sorten (Teppich-Japan-Segge): Immergrün, wertvoller Bodendecker im winterlichen Garten


-      Carex morrowii u. Sorten (Japan-Segge): Immergrün, wertvoller Bodendecker im winterlichen Garten


-      Carex pendula (Riesen-Segge): Immergrüne Schöpfe


-      Cortaderia selloana in niedrigen Sorten wie ‚Pumila‘ (Pampasgras), einige Gartenexemplare mit ausgesprochen starkem Winterbild trotz Schnee und Nässe,  jedoch ggfs. Winterschutz erforderlich


-      Hakonechloa macra (Japan-Waldgras): Echte Stehauf-Gräser durch ihre drahtartigen Stengel, auf denen die Blätter für eine lange Zeit gold-strohgelbe Blattfärbung zeigen, bevor sie zum Ende des Winters verblassen


-      Miscanthus in Sorten (Chinaschilf): Benchmark für hohe strukturbildende Gräser im Winter, ähnlich gute Winter-Anmutung wie Phragmites-Flächen


-      Luzula sylvatica (Wald-Marbel): Das immergrüne Gras ist als verlässlicher Bodendecker in den Lebensbereichen Gehölz/ Gehölzrand wertvoll im winterlichen Garten


-      Pennisetum in Sorten (Lampenputzergras): Mehr oder weniger ansehnliche Gräserschöpfe,die aber zumindest nicht platt auf dem Boden liegen


-      Sesleria autumnalis (Herbst-Kopfgras): Die Blütenstände sind lange weg, aber die wintergrünen Gräserhorste stehen auch nach Schneelast stabil


-      Stipa gigantea (Riesen-Federgras): Die typischen hoch über der Basis schwebenden Blütenrispen sind natürlich längst zusammengeknickt, der wintergrüne graugrüne Gräserhorst steht aber durchaus strukturstark in der Pflanzfläche


-      Stipa tenuissima, Stipa ‘Pony Tails‘ (Federgras): Federgräser zählen zu den Gräsern, die normalerweise nicht zurückgeschnitten werden. Flächig gepflanzt wirken die Flächen durch einzelne platt gedrückte Pflanzen zwar etwas durcheinander – insgesamt bietet dieses Gras aber durchaus eine noch akzeptable winterliche Struktur



Aus gärtnerischer Sicht sind natürlich auch die nicht so standfesten Gräser weder Drama noch Problem: Denn je nach Witterung und Lust auf Gartenarbeit werden die allermeisten Gräser ab etwa Mitte Februar bis Anfang März ohnehin zurückgeschnitten - auch, um für die Zwiebelblühern die Bühne zu räumen. 





Funktioniert gut: Narzissen (hier: Top-Sorte 'Ice Follies', Blüte ab etwa Ende März) beleben die Pflanzplätze der bereits zurückgeschnittenen hohen Miscanthus, die mit ihrem Neuaustrieb wiederum die abgeblühten Narzissen kaschieren



Wenn Sie sich jetzt fragen: Welche Zwiebelblüher - dann kramen Sie noch einmal die To-Do-Liste hervor, auf der schon die Himalaja-Birke steht. Ihre Baumschule Bradfisch erfüllt Ihnen im nächsten Herbst auch sehr gerne Blumenzwiebelwünsche ;-)














Veröffentlicht in Pflanzen, Pflanzenverwendung am 16.02.2026 19:00 Uhr.

Von Pizzasteinen und grünen Klimaanlagen

Erinnern Sie sich noch? Erst vorgestern, am 02.07.2025 war der in diesem Jahr bislang heißeste Tag an vielen Orten Deutschlands (Spitzenreiter: Andernach: 39,3°C). Ärztepräsident und Bundesbauministerin mahnen und warnen: Hitzeschutzpläne seien erforderlich – und: Angesichts der Hitzewelle müssten Städte fit für die Zukunft gemacht werden. 



Mittwoch, 02.07.2025 um 14:01 Uhr in Deutschland


Mehr Parks und Bäume seien nötig, helle Fassaden und Fassadenbegrünung sowie Flächenentsiegelung – sonst drohten Städte zur Hitzefalle zu werden.


Wir, die Baumschulen, liefern den Stoff, aus den Parks und Fassadenbegrünungen sind. Wir liefern ein kühlendes grünes Gegenmittel gegen städtische ‚Hitzefalle‘ und gegen Straßen und Plätze, die sich diesen Temperaturen und Strahlungsintensität zu Pizzasteinen aufheizen.


„Mehr Parks und Bäume - so klang der vielstimmige wie wohlfeile Refraintext am 02.07.2025, als die Temperatur draußen in unerträgliche Höhen stiegen. 


Denn es ist im Jahr 2025 schon erstaunlich …


…dass Bäume vielfach immer bitte ‚die anderen‘ pflanzen sollen und wenn Bäume geplant werden, Investoren aus Kostengründen regelmäßig zur Reduzierung der  Anzahl der Neupflanzungen auffordern (gerade wieder passiert bei der Planung einer Parkanlage auf einer Nordseeinsel)


…dass die Verwaltung einer kleinen Gemeinde in Südholstein in einer Anliegerstraße mehrere mittlerweile stattliche Linden (Stammdurchmesser 45 cm) ursprünglich absägen lassen wollte, weil Wurzelaufbrüche als Folge nicht fachgerechter Baumpflanzungen zu Straßenschäden geführt haben 



Diese Bäume sollten eigentlich abgesägt werden: Erst mit vollkommen ungeeigneten Baumscheiben gepflanzt und nun Verwunderung über Straßenschäden:

„Die Bäume sind von Eisenringen, die als Schutz dienen sollen, umgeben. Diese seien aber inzwischen (…) durch die Wurzeln derart hochgedrückt, dass diese eine Gefahr darstellen würden. Auch der Wasserablauf nach einem Regenschauer sei in großen Teilen nicht mehr gewährleistet, auch Grundstücke seien davon betroffen. Nach einem Besuch vor Ort empfahl die Verwaltung die Fällung der Bäume und eine Ersatzpflanzung an anderer Stelle.“ Die Kommunalpolitik hat dieses Vorhaben glücklicherweise gestoppt und als Alternative die Entfernung der Gusseinfassung und Aufweitung der Baumscheiben mit einer Oberflächenbefestigung aus ungebundener Deckschicht

(‚Bäume sollen trotz Straßenschäden bleiben‘, Pinneberger Tageblatt vom 01.07.2025)  


…dass bei einem städtischen Krankenhausneubau in einer norddeutschen Großstadt keine Dachbegrünung vorgesehen ist, obwohl die Stadt ein eigenes Förderprogramm für Dachbegrünungen aufgelegt hat und damit selbst Dachbegrünungen über Zuschüsse fördert


…dass eine Obere Denkmalschutzbehörde auf einer riesigen, baumlosen Konversionsfläche einer sowjetischen ‚Hinterlassenschaft‘ Baumpflanzungen als natürliche Schattenspende für Kinderspielbereiche ablehnt („sichtverstellend“) und die Endhöhe von vereinzelt zugelassenen Baumneupflanzungen – für die heimische Arten verwendet werden sollen - auf 7,50 m Höhe begrenzen möchte


…dass sich der Bundesvorsitzende der FDP gerade daran erinnert, dass es in seiner Jugend auch mal heiß war: „Liebe Grüne, es nervt! Hört bitte auf, bei Hitze im Sommer (und bei Regen) eure gesamte Klimaerzählung zu posten. Wir haben gerade, wie man früher sagte, sehr schönes Wetter.“


…dass berufsständische Forderungen nach mehr Mitteln für die Belange blau-grüner Infrastruktur aus dem Infrastrukturpaket der Bundesregierung umgehend zur Trittbrettfahrerei erklärt werden (‚Wir sind auch Infrastruktur‘)





Zitat von Robert Swan, britischer Polarforscher und Umweltschützer

Wer den Begriff „Klimaschutz“ durch die Übersetzung „Bewohnbarkeit des Planeten retten“ ersetzt, lässt Aussagen und Relativierungen so wahnsinnig klingen wie sie tatsächlich sind: „Die Bewohnbarkeit des Planeten darf nicht auf Kosten meiner Mobilitätsansprüche, meines Flächenverbrauchs, meiner Konsumansprüche und unseres Wirtschaftswachstums gehen. Die Bewohnbarkeit des Planeten steht unter Finanzierungsvorbehalt“



Der Begriff „blau-grüne Infrastruktur“ (BGI) beschreibt ein Klimaschutz-Konzept, das natürliche und naturnahe Elemente wie natürliche und künstliche Gewässer/ Wasserquellen (blau) sowie Grünflächen (grün) in die Stadtplanung integriert, um ökologische Funktionen für die Verbesserung der Lebensqualität und die Resilienz der Städte gegen die Folgen des Klimawandels nutzbar zu machen.


Mit Blick auf die Wohlfahrtswirkungen von Bäumen richtet sich der Fokus auf deren Funktion als natürliche Schattenspender und regelrechte Klimaanlagen.

Doch was vermögen Bäume tatsächlich zu leisten? Welche Möglichkeiten bestehen nicht nur im städtebaulichen Zusammenhang, sondern auch im eigenen Garten, um Hitzetagen wie heute Schattenspende und Kühlfunktion entgegenzusetzen? Mit diesem spannenden Themenkomplex beschäftigt sich die Forschung noch nicht seit allzu langer Zeit. Wir haben uns (Zwischen-)Ergebnisse der Wissenschaft  näher angesehen und machen Vorschläge für Schattenspender im Garten: 

 


Link für Desktop- und Tablet:


Wohlfahrtswirkungen von Bäumen: Klimaanlagen und Schattenspender



Link fürs Smartphone:


Wohlfahrtswirkungen von Bäumen: Klimaanlagen und Schattenspender




Veröffentlicht in Pflanzen, Klima, Politik am 04.07.2025 16:15 Uhr.

Pflanzenmobbing

In den Wochenendausgaben einiger Tageszeitungen (u.a. in Zeitungen des shz) herrscht zum Start der Gartensaison Mitte März Pflanzenalarm

Gefahr für heimische Tierarten!

Schön, aber schädlich!

Sechs ökologische Sünden im Garten

Diese 6 Sträucher sollten Sie aus Ihrem Garten verbannen

 



Konfliktfeld exotische vs. heimische Pflanzenarten: 

Nebeneinander im Garten ausgeschlossen?



Autorin Anne Brabetz warnt in einem knapp ganzseitigen Beitrag vor exotischen Sträuchern und Büschen. Diese seien in Gärten aufgrund ihrer Optik und ihrer Wuchsgeschwindigkeit weitverbreitet, doch verursachten diese „erhebliche ökologische Probleme (…) – denn sie verdrängen heimische Arten und stören das Gleichgewicht der Ökosysteme“.

 

Deshalb: „Diese 6 Sträucher sollten Sie aus Ihrem Garten verbannen“ (NOZ-Titelzeile, hier über die Webseite der Online-Ausgabe der NOZ vom 15.03.2025 oder hier über die Webseite des shz nachzulesen)

Gemobbt werden:

Prunus laurocerasus

breite sich “zunehmend in deutschen Wäldern aus, wo er durch seinen dichten Wuchs das Licht für bodennahe Pflanzen wie Bärlauch oder Buschwindröschen blockiert und somit die heimische Flora verdrängt“

 

Thuja

praktische immergrüne und dichte Heckenpflanze, besitze ökologisch “jedoch kaum Mehrwert”, „anfällig für Trockenheit und Staunässe“

 

Chamaecyparis

ökologisch “wenig wertvoll, da sie heimischen Tieren weder Nahrung noch Lebensraum bietet. Zudem sind alle Pflanzenteile für den Menschen giftig“

 

Rhododendron

Die meisten Rhododendron-Arten seien „für Menschen und Tiere giftig, einschließlich Nektar und Pollen. Da sie auch von heimischen Insekten und anderen Tieren kaum genutzt werden, haben sie kaum ökologischen Nutzen.“

 

Buddleja davidii

Dieser Strauch “breitet sich in der freien Natur stark aus und verdrängt dabei heimische Pflanzenarten“

 

Ailanthus altissima

Aufgrund seiner hohen Widerstandsfähigkeit und Trockenresistenz sei er insbesondere in städtischen Gebieten „beliebt“, verhalte sich durch seinen großen Ausbreitungsdrang jedoch invasiv und stehe in der EU daher auf der „Liste der unerwünschten Arten“.



Um es vorweg zu nehmen: Niemand ist hierzulande verpflichtet, eine der vorstehenden Pflanzen-arten aus seinem Garten zu entfernen. Arten der sogenannten Unionsliste der EU, die invasive gebietsfremde Arten mit EU-weiter Bedeutung umfasst, dürfen tatsächlich nicht mehr in den Handel gebracht werden. Auf dieser Liste steht der Götterbaum (Ailanthus altissima) – aber mal ehrlich: Wer hat oder plant in seinem Garten einen Götterbaum?

 

Die Autorin des Artikels ist studierte Musikwissen-schaftlerin mit Erfahrungen in Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, zuletzt tätig als Content Marketing Managerin. Es ist selbstverständlich, dass sich nicht nur Fachidioten (und -idiotinnen) aus dem Dunstkreis Botanik, Ökologie, Gartenbau und Pflanzenverwendung zu Pflanzen- bzw. Gartenthemen äußern und Gedanken machen dürfen. 





Welchen ökologischen Schaden könnte eine Gruppe Buddleja davidii auf dieser Schotterfläche wohl anrichten? Gerade den Schmetterlingsstrauch als Einstiegsgehölz in das Thema Insekten aus Gärten zu verbannen ist vielleicht keine so gute Idee




Gärten sind allgegenwärtig und Teil unserer unmittelbaren Umwelt. Als redaktioneller Beitrag vom Typus „Gartentipps“ in der Wochenendausgabe mehrerer Zeitungen ist ein solcher Artikel mit Blick auf den praktischen Informationsgehalt aus Sicht einer Pflanzenproduzentin und -verwenderin jedoch ärgerlich: 


Keine einzige gärtnerische oder ökologische Fragstellung wird gelöst, wenn Kurzsteckbriefe von je 6 „Schädlingen“ auf 6 „Nützlinge“ treffen. Warum? Mit Blick auf die Pflanzenverwendung fehlt es an Augenhöhe und Verständnis für Fragen der Pflanzenverwendung in Gärten. 


Die Verunsicherung in Sachen angebliche oder tatsächliche Pflanzenverbote führt mittlerweile dazu, dass bestimmte Pflanzen tatsächlich aus Gärten entfernt werden - zumindest wenn ich auf anekdotische Evidenz aus dem unmittelbaren Freundeskreis baue. Diese Freunde und Gartenbesitzer unterscheiden in Sachen Pflanzen grob vereinfacht so etwa zwischen Birke (Dreck) und Sonnenblume und halten Landschaftsarchitekten für diejenigen, die auf dem Sportplatz den Rasen mähen.

 

Kirschlorbeer und Thuja also raus: Was wäre denn konkret eine geeignete, ökologisch wünschenswertere Alternative für eine Pflanzaufgabe wie „Hecke, schnellwachsend, formschnittverträglich, gerne blickdicht“? Die sechs aufgeführten ‚guten‘ Arten sind es jedenfalls nicht.

 

Als empfehlenswert werden aus einer Heimische-Sträucher-Liste des Nabu sechs Gehölzarten als Substitute aufgeführt, denn diese böten „Insekten und Vögeln Nahrung und Lebensraum“ und seien besser an die lokalen Bedingungen angepasst.


Aufgeführt werden 


-      Schneeball (Wolliger Schneeball und Wasser-Schneeball, Viburnum lantana, V. opulus)

-      Kornelkirsche (Cornus mas, „echte Allrounderin“)

-      Gemeine Berberitze (Berberis vulgaris),

-  Faulbaum (Rhamnus cathartica, R. frangula, „sehr anpassungsfähig“)

-      Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum, „hat einen großen Wert für die Tierwelt“)

-      Besen-Ginster (Cytisus scoparius, „Spezialist für karge Sand- und Steinböden“)

 

Bepflanzungsaufgaben lassen sich zufriedenstellend nicht durch die zufällige Wahl von sechs x-beliebigen heimischen Wildgehölzarten wie aus in dem Vokabelheft lösen.

 

Die „exotischen“ Arten Thuja, Kirschlorbeer und Rhododendron werden durch die Eigenschaft "giftig"abgewertet, während die Giftigkeit der zu bevorzugenden heimischen Arten Schneeball (Viburnum), Berberitze (Berberis), Faulbaum (Rhamnus), Heckenkirsche (Lonicera) Besenginster (Cytisus) – also die Giftigkeit von 5 der 6 vorgestellten „Guten“ - unerwähnt bleibt. 

 

Auch die falsche pauschale Behauptung, Nektar und Pollen von Rhododendron seien giftig, trägt nicht gerade zum Leumund des Zeitungsartikels bei, ebensowenig wie ein falsches Stockfoto, das statt Buddleja davidii eine kleine Syringa-Art zeigt.


Thuja wird kritisiert, „anfällig für Trockenheit und Staunässe“ zu sein, „was mit zunehmenden Auswirkungen der Klimakrise problematisch sein kann“.  Gerne hätte ich von gartentauglichen Artenvorschläge für klimakrisenfester staunasse Standorte gelesen…

 

Exotische Arten werden unter Generalverdacht gestellt, dass Gebietsfremdes, Eingewandertes grundsätzlich ökologisch negativ ist. 







Lappenzäune tragen nicht wirklich 

zur Biodiversität in unseren Gärten bei, sondern verschandeln das Ortsbild. Einzelne Kommunen im Norden versuchen, sowohl Kirschlorbeer (Stadt Ahrensburg) wie Lappenzäune (Stadt Norderstedt) auf Privatflächen per Satzung zu verbieten: Bislang ohne Erfolg. Besser als Verbote im Sinne des Schilder-Klassikers "Vernünftige fahren hier nicht mit dem Fahrrad" wären Aufklärung und Einsicht und speziell in Sachen Lappenzaun ein wenig ästhetische Grundbildung und in dubio Grundstückeinfriedung ganz klar pro Kirschlorbeer



Die Frage sei erlaubt, ob exotische Arten im städtischen Umfeld nicht sogar zu einer Erhöhung der Diversität führen in einer Umwelt, die mit Blick auf die Artenzusammensetzung von Pflanzen und Tieren seit der menschlichen Inkulturnahme niemals über lange Zeiträume unverändert geblieben ist. 

 

Einige der als „schädlich“ gelisteten Pflanzenarten, die ursprünglich und teils vor langer Zeit von Pflanzenjägern und -sammlern nach Europa mitgebracht wurden, kommen mit den sich in beängstigender Geschwindigkeit ändernden klimatischen Rahmenbedingungen vor allem im städtischen Umfeld unerhört prima zurecht!

 

Niemand muss Fan von Kirschlorbeer und Götterbaum sein, aber deren Fähigkeiten mit Blick auf sehr schwierige Standortbedingungen sind vor allem mit Blick auf die Dürreresilienz respektabel: Weil beide Arten außerordentlich trockenheitsverträgliche Gewächse sind, konnten sie – anders als zahlreiche als heimisch geltende Gehölze - den Dürreperioden der vergangenen Jahre trotzen. 

 

Kirschlorbeer ist ein Gehölz für raschwüchsige, immergrüne, unverwüstlich-trockenheitsverträgliche Hecken und dabei auch noch preisgünstig.

 

Es gibt fantastische Kirschlorbeer-Solitärs, die durch Aufastung zu Pflanzenskulpturen kultiviert wurden und mit ihren großen, ledrig-derbem Hartlaub südliches Flair verbreiten. 


Naturschützer und Kirschlorbeer-Mobber dürfen aufatmen: Die fetten Kirschlorbeer-Jahre als schnelldrehender Umsatzbringer in der Baumschulwirtschaft sind angesichts von Verbotsdiskussionen und tatsächlichen Verboten (Schweiz, seit 2024) vorbei. Kirschlorbeer läuft nicht mehr - und das ist ok.



Mittlerweile ist als Hecke gepflanzter Kirschlorbeer in seiner monokulturellen Allgegenwart vor allem in Neubaugebieten regelrecht zum pflanzenästhetischen Plebs mutiert. 


Kirschlorbeerhecken sind sehr oft entbehrlich, weil aus dem Blickwinkel der professionellen Pflanzen-verwendung gleich gut oder besser geeignete, attraktivere und auch heimische Arten zur Verfügung stehen. Denn – und da kommen auch noch einmal Rhododendron ins Spiel – die Ökologie ist ein (sehr wichtiger) Aspekt in der Gartengestaltung – alleine angesichts der schieren Flächengröße, die alle Gärten in Addition ergeben.

 

Ökologie im Garten ist aber nicht der einzige Aspekt.


Weitere Auswahlkriterien bei der Pflanzenverwendung sind Gartenästhetik (Freude an jahreszeitlicher Veränderung, Stuktur- und Raumbildung, Farbe und Textur von Pflanzenbildern), für Pflanzensammler ist es eine große Vielfalt an unterschiedlichen Pflanzenarten, für wieder Andere wird der Garten in erster Linie für Freizeit und Erholung genutzt. 

 




Aber Hauptsache kein Kirschlorbeer



Es geht hier und in dem Zeitungsbeitrag um Gärten als ein abgegrenztes Stückchen Fläche, in dem Pflanzen kultiviert werden. Es geht weder um Pflanzungen in der freien Landschaft, noch um extensives Straßen-begleitgrün, nicht um Rekultivierung oder ingenieurbiologische Pflanzmaßnahmen und in den allerallermeisten Fällen auch nicht um die Pflanzenauswahl für Extremstandorte in Gärten (Faulbaum, Besenginster).

 

Heimische plus exotische Pflanzen können und sollten idealerweise nebeneinander im Garten ein Mosaik bilden, das sowohl ökologischen und gartenästhetischen Belangen, den gewünschten Funktionen sowie den berechtigten Nutzungswünschen ihrer Bewohnerinnen und Bewohner gerecht wird. Die pauschale Verbannung von exotischen Pflanzenarten aus dem Garten und die Nennung zufällig ausgewählter heimischer Wildgehölzarten wie der Beitrag es empfiehlt wird dazu wohl eher nicht beitragen.

 

Es gibt eine Reaktion des BdB (Bund deutscher Baumschulen), Landesverband Schleswig-Holstein auf den Zeitungsartikel. Im neuesten Rundschreiben an seine Mitglieder spricht der Verband ebenfalls von ‚Kirschlorbeer-Mobbing‘


In Abstimmung mit der Redaktion des vom shz herausgegebenen Pinneberger Tageblatts erscheint eine Wochenendausgabe nach dem Gehölzbann-Artikel 

unter der Schlagzeile „Schlechtes Gewissen wegen Thuja Sommerflieder oder Kirschlorbeer? Bloß nicht“ ein halbseitiger Beitrag. 


Darin werden Aussagen klargestellt und sinnvolle Tipps gegeben „für alle, die ihren Garten neu gestalten oder die aktuelle Gestaltung weiterentwickeln möchten“. 

 

Diesen Tipps schließen wir uns an:


-      auf funktionsgerechte Pflanzenauswahl setzen

-      Platzverhältnisse und arttypische Wuchsgrößen beachten

-      Auswahlkriterium ökologischer Mehrwert für Vögel und Insekten (Obstgehölze!) berücksichtigen

-      Überlegungen zu Blütezeiten nicht vergessen (Blütezeitkalender)

-      Sich fachlich beraten lassen!

 

Sie möchten mehr dazu lesen, wie wir das Spannungsfeld zwischen Ökologie und Gartengestaltung sehen? Wir beschäftigen uns schon länger mit dem Themenkomplex insektenfreundliche Pflanzung und Pflanzenverbote:


Pflanzen für einen insektenfreundlichen Garten: Gut für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge

 

Thuja und Kirschlorbeer roden und verbieten? Böse Hecken


Pflanzenverbote: Immer wieder Kirschlorbeer


Veröffentlicht in Pflanzen, Klima, Politik am 28.03.2025 16:00 Uhr.

Whatever it takes - oder: Ich bin auch Infrastruktur!

„500 Milliarden Euro wollen Union und SPD in Straßen, Schulen und Schienen investieren. Das weckt fragwürdige Begehrlichkeiten – und könnte Inflation auslösen“



So titelt ZEIT ONLINE am 13.03.2025 (Link, Bezahlschranke), dem Tag, an dem im Deutschen Bundestag der Kanzlerkandidat der Union in einer Mischung aus Charmeoffensive und trotzigem Wutausbruch bei den Grünen um Zustimmung für seine Schuldenpolitik wirbt.


Weiter heißt es in dem Artikel:

„Keine 24 Stunden nachdem der wahrscheinlich künftige Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ein Sondervermögen angekündigt hatte, meldete sich der Bund deutscher Baumschulen zu Wort: Bis zu fünf Milliarden Euro müsse die Bundesregierung bereitstellen, um Bäume und Sträucher zu pflanzen und so das Klima in den Städten zu verbessern.“ (ZEIT ONLINE)


Die Baumschullobby als Trittbrettfahrer mit „fragwürdigen Begehrlichkeiten“ auf dem Zug des Sondervermögens – so stellt es die ZEIT dar: 


Bäume als Buhmänner, Umbau und Ertüchtigung der grün-blauen Infrastruktur als „fragwürdige Begehrlichkeiten“, als Lobbyistenforderung in der Anstehreihe der potenziellen Wahlgeschenkeempfänger Pendler, Bauern und Gastronomen?

 

Was war passiert: 


Der BdB erklärt in einem Papier, dass zu den Bedrohungen für unser Land nicht nur fremde Mächte zählten, sondern auch der Klimawandel, so dass neben der grauen Infrastruktur auch „die Stadtbegrünung mit ihren existentiellen Wirkungen für das Stadtklima, d.h. die Gesundheit der Bevölkerung, und die biologische Vielfalt auf heutigem Stand zu ertüchtigen“ benötige man „bis zu fünf Milliarden Euro“ (Markus Guhl, BdB-Hauptgeschäftsführer)

Zur Erfüllung europäischer Vorgaben aus dem Gesetz zur Wiederherstellung der Natur seien weitere Milliardeninvestitionen in den nächsten zehn Jahren nötig.

 

Überschrieben ist das BdB-Papier (Link) mit dem Titel


„BdB mahnt: 

Die grüne Infrastruktur politisch positionieren“


Vor einem Jahr fuhr auch ein Teil des Baumschulkollegiums ganz vorne bei den Schlepper-protesten der Landwirte gegen die Ampelentscheidung zur Kürzung der Agrardieselsubventionen mit. Die Protesthaltung richtete sich in erster Linie gegen die Grünen in der Ampelregierung.




Baumschule Bradfisch setzt auf das Beste aus beiden Welten:  Wir transportieren unsere Bäume künftig mit zwei Bundeswehr-Anhängern – allerdings sind wir noch unsicher, ob wir die mit grünen oder schwarzen Nummernschildern zulassen werden… (Zwinkersmiley)


Die grüne Infrastruktur politisch positionieren“ (BdB) – war das im zurückliegenden Wahlkampf nicht diese nervige Privatangelegenheit der Grünen? 


Lieber billiger Agrardiesel, ein hämisch-schenkelklopfender Abschiedsgruß „Goodbye, gute Reise, auf Nimmerwiedersehen“ (M. Söder bei seiner Aschermittwochsrede) für den scheidenden Wirtschaftsminister Robert Habeck und überhaupt, das ganze Klimagedöns? 


Doch nun werden die Stimmen der Grünen für Grundgesetzänderungen benötigt, um Investitionen in bisher ungekanntem Ausmaß zu ermöglichen. Mit dem schwarz-roten Verweis auf ihre staatspolitische Verantwortung mögen sich die Grünen doch bitteschön ihr grünbubbeliges Privatvergnügen namens Klimaschutz ins nächste wiederzuvernässende Moorstück stecken?


Nach dem freistaatspolitischem Statement „es muss für die CSU was rüberwachsen“ (M. Söder) ist es plötzlich an den Grünen, die grüne Infrastruktur politisch zu prioisieren.


Zurück zur Forderung des BdB: Sind gesichert festgeschriebene Investitionen (auch) in die grün-blaue Infrastruktur als Basis für klimaresilientere Städte nun eine langfristige Verbesserung der Lebensbedingungen aller Bürgerinnen und Bürger?  Oder handelt es sich nur um lobbybehaftete Trittbrettfahrerei, wie ZEIT ONLINE dies beschreibt?


Da sollte die Baumschulwirtschaft womöglich in der aktuellen Diskussion doch besser auf das Regulativ und die Durchsetzungskraft der Grünen hoffen. Und bei einigen Berufskollegen wie in der scharz-roten Verhandlungsdelegation die Bereitschaft zum Umparken im Kopf wachsen.


Nachtrag vom 14.03.25, nachmittags


Die Grünen haben durchgesetzt, dass im Sondervermögen Infrastruktur 100 Milliarden für den Klimaschutz vorgesehen sind. Die finanzierten Investitionen werden als ‚zusätzlich‘ festgeschrieben und nicht zur Finanzierung bereits geplanter Projekte genutzt, um im nächsten Bundeshaushalt Platz zu schaffen für zweckfremde Wahlversprechen und Steuergeschenke.


To be continued am 18. März…




Veröffentlicht in Pflanzen, Klima, Politik am 14.03.2025 10:30 Uhr.

Paris, St. Pauli und das Stadtgrün

Verkehrswende in der Seine-Metropole: Mensch, hast Du Dich verändert!

Paris verändert sich seit 2014 mit der Verkehrswende rasant: Nur mit der sauberen Seine hat es noch nicht ganz geklappt. Im Bild: Schlammwasser mit Blick auf die Seine-Insel Ile de Saint-Louis  



17 Jahre nach meinem letzten Besuch in Paris sind die

Spuren, die der Politikwechsel nach dem Amtsantritt 2014 der Bürgermeisterin Anne Hidalgo in der ehrwürdigen Stadtstruktur bereits hinterlassen hat, unübersehbar – Stichwort Verkehrswende. Die Bewerbung der Stadt um die Austragung der Olympischen Spiele 2024 hat diese Entwicklung nochmals beschleunigt – wohlgemerkt in einer Stadt, in der Radfahrer bis zum Jahr 1982 auf ihren allerersten Radweg warten mussten!

 

Zahlreiche kleinere und vor allem enge Straßen wurden für den Durchgangsverkehr gesperrt und teilweise als Fußgänger- und Radverkehrszonen umgestaltet und teilentsiegelt, Fahrradrouten (wenn häufig auch als ziemlich schmale Streifen) vielfach zu Lasten von Fahrstreifen eingerichtet.


 

Umbau der Rue d'Orsel im 18. Arr.: Diese Straße war zwar auch schon 'vorher' eine beruhigte Straße - die nach dem Umbau jedoch teilentsiegelt ist. Für Baumpflanzungen wurde die Straßenbreite als nicht ausreichend eingeschätzt. Wermutstropfen: Das schöne Natursteinpflaster wurde nicht wiederverwendet


Die Seine-Ufer sind nun weitgehend autofrei und eine so prominente Straße wie die Rue de Rivoli, die im 1. Arrondissement entlang des Louvre und des Rathauses führt, musste zwei Spuren an den Radverkehr abgeben, der Pkw-Verkehr wurde auf eine Einbahn-Spur gestutzt. 


Viele Radfahrer sind auf diesen neuen Radfahrstreifen Anfang Januar und trotz Sonnenschein und -2 Grad nicht unterwegs – auf jeden Fall aber führen die Maßnahmen auch in dieser besucherschwächeren Winterzeit zu einem deutlich entspanntem Stadterleben zu Fuß.



Radfahrstreifen im 2-Richtungsverkehr, nur noch ein Fahrstreifen für den motorisierten Verkehr in der Rue de Rivoli im 1. Arr. in der Nähe des Louvre


Zu den Bausteinen der Verkehrswende zählen mit wenigen Ausnahmen Tempo 30 in der gesamten Stadt, Zufahrtsbeschränkungen für Fahrzeuge mit Verbrennermotor (Umweltzonen), die weitere Verzahnung des Nahverkehrs mit dem Umland sowie auch die drastische Erhöhung der Parkgebühren für schwere Pkw.

 

Daneben werden öffentlichkeitswirksam eher kleinräumige und für den Erholungswert in der Innenstadt wertvolle, jedoch vermutlich stadtökologisch insgesamt eher unbedeutsame Projekte wie der Umbau des Platzes vor dem Rathaus zum mittlerweile dritten innerstädtischem 'Stadtwald' (forêt urbaine)

realisiert. 


Der Vorplatz wurde jahrelang im Winter in eine Eislaufbahn vor imposanter Fassade des Hôtel de Ville verwandelt, dort wurden Sportveranstaltungen übertragen oder er diente als Konzertort (ja, genau dort, wo im Laufe der Jahrhunderte auch als seinerzeit Place de Grève schon mal öffentliche Hinrichtungen per Guillotine stattfanden).




Die Platzfläche vor dem Rathaus (im Rücken) vor dem Umbau: Hier wird ein Stadtwald aus 90 Bäumen entstehen


Bis 2025 soll für rd. 6 Mio Euro (!) dort auf 2.500 qm mit der Pflanzung von 90 Bäumen und 20.000 Sträuchern und Farnen ein Stadtwald entstehen als „Kampf gegen den Klimawandel“ und als Grün- und Erholungsraum. Neben einheimischen Baumarten wie Eichen und Hainbuchen sollen auch Arten aus dem Zukunftsbaumsortiment gepflanzt werden: Dazu zählen Celtis (Zürgelbaum) und Gleditsia (Lederhülsenbaum). Die Pflanzqualität ist mit „fünfzehn bis fünfundzwanzig Jahre“ angegeben – die Wurzelsysteme seien für diese bereits größeren Bäume vorbereitet.

 

Dies sind vermutlich die genau Bäume, die Bernhard von Ehren, Chef der Baumschule Lorenz von Ehren, mit den fünf—und sechsmal verschulten Bäumen meint, die seine Baumschule nach Paris sendet.

 

Von Ehren spricht in der Ausgabe des Hamburger Abendblatts vom 10.01.2025 auf einer Doppelseite in der Rubrik Was wird aus Hamburg unter der Überschrift „Nur grüne Städte machen glücklich“ (stimmt!) und vertritt die Baumschullobby mit auch unserer Prämisse

 

„Bäume sind in der Zukunft kein Nice-to-have, sondern ein Must-have“.

 

In Deutschland pflanze man üblicherweise dreimal verschulte Bäume mit einem Stammumfang von 14 bis 20 cm. Diese Bäume im Alter von 8 bis 14 Jahren kosten 300 bis 800 Euro. „Anders als Hamburg pflanzen London oder Paris dabei ältere und größere Bäume. Dafür stehen dann fertige große Bäume in der Stadt, in der bald die erste Amsel in der Krone brütet“. Solche Pflanzungen werteten ganze Stadtteile auf. Ein großer Baum beginne bei ungefähr 1300 Euro.

 

Mit dem Stadtwald vor dem Hôtel de Ville in Paris verhält es sich ähnlich wie mit dem auch von von Ehren (= Lieferant) hochgelobten Umbau des Hochbunkers am Heiligengeistfeld – der Bunker auf St. Pauli sei ein großartiges Beispiel für einen ökologischen Stadtumbau.




Der begrünte Hochbunker im Stadtteil St. Pauli ist ein weiterer Touristenmagnet der Stadt Hamburg. Die Begrünung kann allerdings gerade nicht als großartiges Beispiel für einen ökologischen Stadtumbau dienen, da diese Art von Dachbegrünung angesichts des gewaltigen Aufwandes (jahrelange Vorkultivierung der Gehölze, Aufwand und Kosten in der Herstellung) und des außerordentlich aufwändigen Langzeitpflegebedürfnisses definitiv keinen Vorbildcharakter hat. Als Leistungsschau einer großen Baumschule ist die Begrünung bewundernswert.


Die Signalwirkung solcher Projekte ist nicht zu unterschätzen – der ökologische Wert sollte hingegen bitteschön nicht überschätzt werden. Der begrünte Hochbunker ist eine weitere Touristenattraktion für Hamburg, mit der wie selbstverständlich auch Geld verdient werden soll/ muss (Hotel, Restaurant, Bar, Eventhalle). Die ökologische Wirkung der unglaublich aufwändigen Dachbegrünung in 40 bis 60 m Höhe wird für den Stadtteil auf Bewohner-Normalnullhöhe gegen Null tendieren. 


Die Bunkerbegrünung zählt ganz eindeutig in die Kategorie „Nice to have“ - aber auch "teuer to unterhalt".

 

Die Abholzung von 49 alten, jedoch meist gesunden, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bunker das Heiligengeistfeld säumenden Bäume im Zuge einer Neuverpachtung der Fläche als Parkplatzerweiterung (!) durch die Finanz- und Wirtschaftsbehörde im Jahr 2023 wird das Bunkergrün niemals aufwiegen können – ebensowenig wie den Verlust des für die Wohnbevölkerung nutzbaren Stadtraums.

 

Wie aber verhält es sich bei Schwarzbrot-projekten abseits dieser sehr besonderen Projekte, bei denen auch hierzulande die seitens der Baumschule von Ehren (kraft Sortiment und Geschäftsausrichtung) sehr wohl diese „großen Bäume“ ausgeschrieben und gepflanzt werden?

 

Zumindest für das Beispiel Paris stelle ich unter Einschätzung des erreichten Standes der Technik von hiesiger Landschaftsarchitektur und Landschaftsbau (siehe den mittlerweile gewaltigen FLL-Publikations-kanon) mit Blick auf die Straßenbäume einen ausgesprochen erschreckenden Stand fest.

Denn auch auf einer privaten Städtereise lässt sich der berufsprofessionelle Blick leider nicht ganz ausschalten:

 

Paris hat in Sachen Stadtgrün aus meiner Sicht und anders als es bei von Ehren anklingt, viel Nachholbedarf


Das beginnt bei der üblichen Vollversiegelung von Fassade zu Fassade mit Asphalt, auf denen kleine, meist kreisrunde Baumscheiben ausgestochen sind, aus denen Bäume wachsen (müssen), die aber gleichzeitig, wenn sie nicht gerade durch lose, kippelnde, verkantete und mit Zigarrettenkippen und Hundesch***e vollgerfüllte Gussroste abgedeckt werden, als Teil der Gehwegfläche im wahrsten Sinne unmittelbar und unumgänglich ‚zugelatscht‘ (= verdichtet) werden.




Eine typische Gehwegfläche auf einer der Seine-Inseln, die statt wie sonst ganz überwiegend asphaltiert hier mit Natursteinplatten ausgeführt wurde: Die Fugen werden mit einer Mörtelmischung zugeschmiert, in die dann nachträglich Scheinfugen eingekratzt werden. Schade um das schöne Natursteinmaterial - und schade um die zwar geringe, aber doch vorhandene Versickerungsleistung von den hierzulande üblichen Sand-/ Brechsandfugen


Von Ansätzen einer ‚Schwammstadt‘ (ville éponge oder ville perméable, diese Bezeichnungen gibt’s tatsächlich auch im Französischen) scheint Paris meiner Einschätzung nach sehr viel weiter entfernt als eine Stadt wie Hamburg, die schon aus der Vergangenheit über mehr und größere Freiflächen verfügt. Gehwege sind hierzulande ganz überwiegend zumindest teildurchlässig mit Platten- und Pflasterflächen mit Sandfuge befestigt.

 

Bei den wenigen in der Pariser Innenstadt neu- und ersatzgepflanzten Bäume, an denen wir in vier Tagen vorbeigelaufen sind, handelt es sich mitnichten um die von Ehrenschen favorisierten „großen Bäumen“, in denen schon bald die Amsel brütet.




Baumersatzpflanzung auf dem Boulevard de Magenta: Ganz offensichtlich weder eine große Qualität noch ein Alleebaum-Kronenansatz. Aber an den Baumschutz wurde gedacht!



Baumersatzpflanzung 1. und 2. Versuch am Place d' Anvers:
Die noch junge Ersatzpflanzung im Bild links hat offenbar nicht überlebt: Stand Winter 2025 wurde (Bild rechts) neu gepflanzt und alle 'guten' Zutaten verwendet: Schlammboden, Zweibock mit Befestigungsstrip, mit dem sich wohl ein junges Rosenstämmchen sicher anbinden ließe, eine Gehölzqualität aus dem S-Kurvenquartier einer 'Baumschule' (Kronenansatz < 1,80 m) plus meine persönliche Lieblingszutat der Nutzlosigkeit, dem Drainschlauchschnorchel, der in Paris stets liebevoll an das Baumstämmchen geknotet wird. Für den Fußgängerverkehr bleiben beidseitig des Gießrandkraters vielleicht 60 cm befestigte Fläche. Viel Glück, kleiner Baum!


Bei den dort zu besichtigenden Neupflanzungen stellt sich schon die Frage, ob diese Gehölze überhaupt in einer Baumschule kultiviert wurden. Nach diesen Eindrücken bin ich mir sicher: Paris hat es leicht, von einem sehr schlechten Ausgangspunkt in Sachen Bäume aufzuholen.


Wir sind in Deutschland auf diesem Gebiet deutlich weiter und offensichtlich auch professioneller aufgestellt - und vielleicht es wird hierzulande mit den Qualitäten gelegentlich sogar zu weit getrieben (bitte nocheinmal kurz an die Schrabkwand mit den FLL-Ristlinien denken...). Dieser Eindruck lässt sich aus Paris mitnehmen, wo trotz offenkundigem Laissez-faire in Sachen Pflanzqualität entlang der Boulevards beachtliches Straßengrün gewachsen ist.



 

Straßenbäume in der Avenue Bosquet in der Nähe des Eifelturms: Interessante Gehölzqualitäten (siehe z.B. den neugepflanzten Baum am linken Bildrand) - trotzdem eine ausgewachsene Straßenbaumbegrünung



Zurücklehnen ist trotzdem keine Option – denn neben zusätzlicher Durchgrünung und Entsiegelung der Stadtlandschaft stellt sich hierzulande vor allem die Frage nach Erhalt und Pflege des wertvollen bestehenden Grüns und der damit verbundenen Kosten. Und hier wiederholen wir Bernhard von Ehren gerne:

 

„Bäume sind in der Zukunft kein Nice-to-have, sondern ein Must-have“




Veröffentlicht in Pflanzen, Klima, Politik am 10.01.2025 12:00 Uhr.

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Inh.: Bettina Stoldt, Dipl.-Ing. agr. (FH)

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